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Neues Ruderblatt für Dampfer Welle
Restaurierung bietet Langzeitarbeitslosen eine Chance
Fischereihafen. Planen bedecken das ehemalige ehemalige Bremer Behördenschiff
"Welle" im Fischereihafen. Darunter verbirgt sich der Rumpf des
Dampfers. Sein Inneres ist eine Baustelle, Maschinen fehlen. Doch nun ist mit
dem neuen Ruderblatt ein wichtiger Schritt in der Restauration gelungen.
Die Welle, die nach ihrem Staatsdienst zu einer schwimmenden Kneipe umgebaut
wurde, zwei Mal ausgebrannt und 1994 auf den Wesergrund sank, soll wieder
aussehen wie früher. So wie 1915, als der Dampfer vom Stapel lief und die Weser
entlangschipperte. Das knapp zwei Tonnen schwere Ruder versetzte die
Lehrwerkstatt der Lloyd werft wieder in seinen ursprünglichen Zustand. 21
Bolzen halten das Ruderblatt.
"Anfang des Jahres wurde der Rumpf mit Sandstrahlen von Rost und Farbe
befreit und konserviert, um ihn für die Reparatur- und Restaurationsarbeiten
vorzubereiten", erläuterte Bernd Meyer, erster Vorsitzender des Vereins
Dampfer Welle.
Das Projekt rettet nicht nur ein Stück Bremer Geschichte, es hilft auch
Langzeitarbeitslosen. Ihnen bietet es über Fördermaßnahmen eine Chance,
wieder in den ersten Arbeitsmarkt integriert zu werden. Finanziert wird das
Projekt durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und
durch Spenden. "Die Förderung reicht aus, um zehn Mitarbeiter zu
beschäftigen", erzählt Maschinenbauingenieur Meyer. Durch das Projekt
würden außerdem alte Schiffbautechniken wie das Nieten weiter geführt.
Erfolgreiches Projekt
Das Sprungbrett in die Arbeitswelt ist offenbar erfolgreich: Im vergangenen
Jahr seien von sechs ABM-Stellen vier Mitarbeiter in den ersten Arbeitsmarkt
vermittelt worden, informiert Meyer.
Bislang seien rund 30 Prozent der Arbeiten am Rumpf geschafft, schätzt er.
"Unser großes Ziel ist es, zur Sail 2005 den Rumpf wieder zu Wasser zu
bringen und in den Neuen Hafen zu verlegen." Bis das Schiff im Weserraum
und besonders in Bremerhaven wieder dampfen kann, werden nach der Sail
vermutlich noch zwei weitere Jahre vergehen.
"Wir möchten gern Leute begeistern, die im Verein oder am Schiff mithelfen
wollen. Lernen können sie hier alles", versichert der erste Vorsitzende.
Quelle: Nordsee-Zeitung vom 2. Juni 2004
"Welle" im Fischereihafen von Bremerhaven, Fotos Peter Müller
19.02.2005
"Die Welle am 15.10.2005" Foto Peter Müller