

Die "United States" in Bremerhaven
Sonderausstellung im Historischen Museum Bremerhaven
vom 30.09.2000 - 07.01.2001

Alte Ansichtskarte
Nach entbehrungsreichen Nachkriegsjahren kehrte Anfang der 1950er mit der
"UNITED STATES" , dem neuen Flaggschiff der United States Lines, etwas
vom früheren Glanz der transatlantischen Passagierschifffahrt nach Bremerhaven
zurück. Als das Schiff im Januar 1953 erstmals als neue Trägerin des
"Blauen Bands" für die schnellste Atlantiküberquerung von Ost
nach West die Columbuskaje anlief, wurde sie von vielen überschwenglich
jubelnden Zuschauern begrüßt.

Mit der "UNITED STATES" kam nicht nur ein schnelles, neues Schiff,
sondern auch der "American way of life" nach Bremerhaven. Das Schiff
wurde zum Symbol, war die schnellste Verbindung zwischen den Kontinenten und
beförderte Prominente wie Konrad Adenauer, John F. Kennedy, Yehudi Menuhin,
Leonhard Bernstein oder auch die Wiener Sängerknaben.
Während ihres 17-jährigen Einsatzes legte die "UNITED STATES" 167mal
in Bremerhaven an und transportierte dabei 1.025 691 Passagiere. Die Geschichte
dieses Transatlantik-Liners ist zugleich die Geschichte der Linienschifffahrt
nach dem Zweiten Weltkrieg, die der Konkurrenz durch die Flugzeuge weichen
musste. Am 2. November 1969 legte die "UNITED STATES" zum
letzten mal an der Columbuskaje ab. Es war die letzte Reise dieses legendären,
stolzen Schiffes, das heute ausgeschlachtet im Hafen von Philadelphia/USA
liegt.
Während der Besuche der "UNITED STATES" wurden
unzählige Fotos gemacht. Der Bremerhavener Fotograf Johannes Fleck
dokumentierte diese Zeit im Detail. Seine Bilder sind heute Zeitdokumente,
die wesentlich die Ausstellung bereichern.
aus: Prospekt "Historisches Museum Bremerhaven, Ausstellungen-
Veranstaltungen Termine 2000"