Bremerhaven- Tagebuch 18.03.-22.05.2005

18. März 2005
Gegenwärtig hat Bremerhaven leider nicht den besten Ruf wegen seiner bundesweit hohen Arbeitslosenzahlen. Nach dem Verlust vieler Arbeitsplätze in der Werftenindustrie, als auch in der Hochseefischerei ist es nicht gelungen eine industrielle Alternative wie z.B. ein Automobilwerk hier anzusiedeln. Im Fischereihafen hat man verstärkt Fischverarbeitende Industrie angesiedelt.
Auch im Bereich Tourismus-Branche hat es viele Bemühungen und Aktionen gegeben. (Stichwort Alter/Neuer Hafen)
Aber ist Bremerhaven wirklich eine Stadt für den Tourismus oder nicht eher eine Stadt, die industrielle Ansiedlung braucht?
Beeindruckend finde ich den Ausbau des Containerterminals und den verstärkten Im- und Export von PKWs über den Kaiserhafen. Darauf können wir echt stolz sein.
Es waren sicherlich gute Absicht hier in Bremerhaven einen Ocean-Park zu bauen und die Innenstadt, also die Hauptgeschäftsstraße die "Bürger", zu modernisieren und zu verschönern.
Das mit dem aufgesetzten Ocean-Park hat ja Gott sei Dank nicht geklappt.
Die Sanierung der Bürger mit neuem Pflaster und neuen verbessertem Design mancher Läden hat stimmungsmäßig einiges gebracht. Aber ehrlich gesagt: mich lockt nichts in die Innenstadt oder in die "Bürger". Die neue Bürger hat meines Erachtens kein Flair. Es fehlen Attraktionen. Ich gehe mit meiner Frau lieber woanders einkaufen.
Leerstehende Läden sind eine schlechte Visitenkarte genauso wie eine Innenstadt mit zu wenigen Toiletten.
 Ich habe diese Seite vom Ansatz her begonnen, um Veränderungen hier in Bremerhaven festzuhalten.
Für mich und für andere.

Als ich 1990 in Bremerhaven anfing zu fotografieren, hatte ich die Angewohnheit Dinge zu fotografieren, die kurz vor dem Abriss standen, um sie für mich in der Erinnerung zu erhalten.
Als Beispiel fallen mir ein: Die Eiermann-Halle, der Gasturm, die Viktoria-Brauerei, die Kupferschmiede der Rickmerswerft usw. Später passierte es immer öfters, dass ich aus Interesse maritime Zeugen der Vergangenheit fotografierte und meine Frau später sagte, was Du letzte Woche fotografiert hast, wollen sie jetzt abreißen. Manches mal hatten wir schon Angst, dass nachdem ich etwas fotografiert hatte, es anschließend abgerissen würde. Oft kam ich mir vor wie der virtuelle Totengräber. Und oft genug wurde abgerissen, nach dem ich fotografiert hatte.

Ende der 80er/Anfang der 90er Jahre suchte ich nach einem Hobby. Ich wollte mein Interesse an Geschichte und meine Leidenschaft für die Fotografie verbinden. So entstand die Idee zunächst eine Geschichte der Seebeckwerft zu schreiben. Die anderen Werften folgten.
Das Anliegen, dass ich mit meiner Homepage verfolge ist neben meiner eigener Hobbybeschäftigung dies:  Ich möchte deutlich machen, dass Bremerhaven zwar immer eine arme Arbeiter - und Hafenstadt war und vielleicht bleibt mit nur einer kurzen Geschichte, dass Bremerhaven aber auch wegen seiner maritimen Lage am Wasser viele bemerkenswerte, schöne und bisweilen atemberaubende und gigantische Eindrücke bieten kann. Für mich ist eine Wanderung an der Weser oder an der Elbe einfach ein einmaliges Erlebnis. Für mich ist eine Autofahrt durch die Häfen immer wieder ein schönes und spannendes Erlebnis. Obwohl ich Kaiserhäfen und Fischereihafen wie meine Westentasche kenne durch meine vielen Fotosessions, entdecke ich immer wieder neue Schiffe, verfolge gespannt wie ein Schiff durch die Schleuse gezogen wird oder am Haken eines Schleppers durch den Hafen gezogen wird.

Heute schreibt die NZ auf der Bremerhavener Seite "Netzwerk leuchtet in signalrot". Es geht darum, dass im Rahmen von "Bremen/Bremerhaven Stadt der Wissenschaft", sich das Design-Labor folgendes überlegt hat: Auf signalroten Bänken an der Weser und in Schaufenstern soll eine optische Verknüpfung mit den verschiedenen wissenschaftlichen Einrichtungen dieser Stadt hergestellt werden.
Mir gefällt diese Idee sehr gut. Erstens ist die Idee fotogen. Das heißt ich kann und werde hingehen und diese roten Objekte fotografieren. Es hat nur leider wenig mit der Geschichte dieser Stadt zu tun. Aber es stellt Bremerhaven nach vorne. Es positioniert Bremerhaven als eine Stadt mit vielen wissenschaftlichen Einrichtungen (z.B. AWI und DSM). Das ist Spitze!

Ich  glaube, ich werde diese Seite etwas persönlicher gestalten.
Hier nun mein Lieblingsfoto, dass ich mir heute auf meinen Laptop als Hintergrund geladen habe.



Es zeigt ein Bild der legendären "United States". Ich habe das Foto im August 2002 im Columbusbahnhof geschossen. Wilhelm Bohling hatte mich damals angesprochen. Und ich habe in diesen Tagen zusammen mit dem unvergesslichen Herbert Geissler ein paar schöne Fotos von der Ausstellung über den Norddeutschen Lloyd machen dürfen. Er war ein toller Mensch.

Mir hätte es seiner Zeit gut gefallen, wenn man die "United States" hier in Bremerhaven als Tourismus-Attraktion gewonnen und vor Anker gelegt hätte. Die "United States" gehört m.E. jedenfalls mehr nach und zu Bremerhaven als der "Ocean-Park" oder ein gigantisches Tourismus-Projekt am Alten und Neuen Hafen, von dem man nicht weiß, ob es hier überhaupt angenommen wird und etwas mit Bremerhaven zu tun hat.
Selbst die "Norway" ist inzwischen unfreiwillig zum Tourismus-Magnet geworden. Schade, dass sie uns verlassen muss.

Wenn wir von auswärts Besuch bekommen, fahre ich mit ihnen durch den Hafen. Wir sind mit unseren Besucher auf der Sail oder auf der Maritimen Woche gewesen. In einem Fall ist es sogar passiert, dass wir unseren Verwandten aus Bayern in der Bürgermeister-Smidt-Straße gebummelt sind, und zum Schluss in einem netten Cafe am Theodor-Heuss-Platz neben dem Theater gelandet sind. Mit Freunden aus "Weil der Stadt" waren wir im neu eröffneten Zoo. Ich bin besonders stolz auf diese Meile am Wasser in Mitte.
Wenn man oben in der Schleusenstraße beginnt und auf den neuen Weserdeich steigt, kann man von dort Richtung Süden so viele schöne maritime Attraktionen sehen. Der Blick auf die Weser. Der alte Leuchtturm von Simon Loschen. Die neue Sportbootschleuse (noch nicht fertig). Der neue Zoo am Meer (sehr empfehlenswert!). Die Strandhalle. Der Neue Hafen mit seinen vielen und einmaligen Traditionsschiffen der Schiffergilde. Das Lloyds (dort kann man nett essen). Der Alte Hafen mit dem Außengelände des DSM. Seute Deern. Der Blick auf das Columbuscenter.
Wassershout. Deutsches Schiffahrtsmuseum. Wau!
Alfred-Wegner-Institut.
Radarturm- nachts beleuchtet!
Die Weserterrassen.
Die Geestemole Nord. Von hier kann man die Weserfähre nach Blexen fahren sehen.
Die Geesteeinfahrt. Usw. ich höre mal auf.

Bremerhaven, eine Stadt mit Strukturproblemen und der höchsten Sozialhilfeempfänger-Quote in Deutschland. Nach der Einführung von ALG II ist die Zahl  stark gefallen. Aber das Problem, das es in dieser Stadt für viele, viele Menschen keine Arbeit gibt, bleibt. Die Stadtkasse ist leer.
Ich frage mich, ob sich nicht die Verantwortlichen auf die Ansiedlung von größeren Betrieben konzentrieren sollten, statt mit einem Tourismus-Projekt Alter/Neuer Hafen etwas zu schaffen, dass dem Einzelhandel in der Stadt Konkurrenz macht, neben den Märkten außerhalb der Stadt.
Auswandererhaus brauchen wir. Wird hoffentlich auch US-Bürger anlocken.
Klimahaus. Passt das hierher? Kommt jemand nach Bremerhaven um das Klimahaus anzuschauen, oder fährt er nach Bremerhaven, um etwas Maritimes zu erleben? Die Häfen, das Wasser. Wassersport. Schiffe, Schiffe und nochmals Schiffe.
Italienische Restaurantzeilen gibt es auch in anderen Städten, und die sind viel schöner als unser Bremerhaven.
Die Idee mit dem Albrechtschen Dubai-Hotel. Gefiel mir sehr gut von der Form.
Nur ehrlich- passt das hierher? Ich kann es mir vorstellen, weiß aber nicht warum.
Was bleibt ist die Bebauung am Wasser und die Marina. Finde ich gut, wenn es zahlungskräftige Nachfrage gibt.

19. März 2005
Heute habe ich in der NZ ein wichtige Ankündigung zum 100. Geburtstag von Lale Andersen gefunden. Dazu zwei Notizen aus dem Internet:



Bremerhaven: Gedenktafel zum 100. Geburtstag von Lale Andersen
11.03.2005

Bremerhaven ehrt seine berühmteste Tochter. Mit der Enthüllung einer Gedenktafel an ihrem Geburtshaus würdigt die Stadt am 23. März Lale Andersen, die an diesem Tag 100 Jahre alt geworden wäre. Die Sängerin wuchs als Liese-Lotte Bunnenberg in der Lutherstraße 3 auf und wurde 1941 mit dem sentimentalen Soldatenlied „Lili Marleen“ weltweit bekannt.
 
Ihre Tochter Carmen-Litta Magnus wird dabei sein, wenn Kulturstadtrat Prof. Dr. Wolfgang Weiß am 100. Geburtstag Lale Andersens um 16 Uhr die Gedenktafel einweiht. Anschließend später ruft die Initiative „Kultur am Meer“ Bremerhavener Chöre auf, an der „Lili Marleen“-Laterne am Hanse Carré in der Linzer Straße Lieder des unvergessenen Stars zu singen.
 
Liese-Lotte Bunnenberg stammt aus der Familie eines Schiffsstewards im Bremerhavener Stadtteil Lehe. Schon als 19jährige heiratet sie den Maler Paul Ernst Wilke, mit dem sie drei Kinder hat. Doch die Karriere ist ihr wichtiger als die Familie: Sie lässt sich als Sängerin und Schauspielerin ausbilden, will bekannt werden. Nach dem Ende der Ehe mit Paul Ernst Wilke bringt sie ihre Kinder bei Verwandten unter und geht Anfang der dreißiger Jahre nach Berlin. Den Durchbruch unter dem Künstlernamen Lale Andersen schafft sie am berühmten Kabarett der Komiker.
 
1939 nimmt sie „Lili Marleen“ mit den Versen von Hans Leip und der Musik von Norbert Schultze auf. Die eingängige Melodie ist zunächst ein Ladenhüter. Doch 1941 wird der Schlager von der Braut, die wartend unter der Laterne am Kasernentor steht, über Nacht weltweit bekannt und bei den Soldaten auf beiden Seiten der Front zum Mythos. Dennoch knickt die Karrierekurve der Sängerin nach dem Krieg ein. Lale Andersen muss durch die Provinz tingeln, in zweitklassigen Shows auftreten. 1959 feiert sie ein glanzvolles Comeback mit dem Hit „Ein Schiff wird kommen“. Doch es wird immer „Lili Marleen“ sein, die für ihren unvergänglichen Ruhm sorgt. Das zeigt sich auch 1969 in einer Umfrage der Londoner „Times“, bei der sie noch zu ihren Lebzeiten in die Liste der bekanntesten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts eingereiht wird. Drei Jahre später stirbt sie mit 67 in einer Wiener Privatklinik und wird, ihrem Wunsch entsprechend, auf der Nordseeinsel Langeoog beigesetzt.
 
Rechtzeitig zum Tag, an dem die kühle Blonde aus dem Norden 100 Jahre alt geworden wäre, ist die Lale-Andersen-Biografie von Dr. Gisela Lehrke wieder erschienen. Die Leiterin des Bremerhavener Kulturamts hatte 2002 ihr Buch „Wie einst Lili Marleen“ veröffentlicht, in dem sie das bewegte Sanges- und Liebesleben der Lale Andersen beschreibt. Nachdem die Erstauflage von 5000 Exemplaren vergriffen war, hat jetzt der Leipziger Arthaus Verlag eine Lizenzausgabe herausgebracht. In verkleinertem Format, dafür aber als „Sehbuch“ samt Fassbinders „Lili Marleen“-Film auf DVD als Beigabe. Gisela Lehrke: „Eine hervorragende Idee des Verlages. So können die Leser die Biografie unmittelbar mit Fassbinders Filmversion vergleichen.“
 
Die Kulturamts-Leiterin beschäftigt sich seit Jahren mit Lale Andersens Leben und Karriere. „Das ergab sich“, so die Autorin, „als Carmen-Litta Magnus der Stadt Bremerhaven 1999 einen großen Teil des Nachlasses ihrer Mutter schenkte.“ In einer Ausstellung wurden die Erinnerungsstücke der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Für Lehrke der Anstoß zur Biografie der berühmten Bremerhavenerin, die ihre Heimatstadt 1972 noch einmal besucht hatte – knapp zweieinhalb Wochen vor ihrem Tod.

(Pressemitteilung der Stadt Bremerhaven vom 11. März 2005)

Die NZ teilt heute mit, dass die Lloyd Werft die "Pride of America" am 6. Juni 2005 zwischen 12 und 16 Uhr an NCL übergeben wird. Wenn alles klappt werden die ersten Urlaubsgäste schon an der Columbuskaje an Bord gehen.

Es gibt eine erste Reaktion auf diese Seite, also mein Bremerhaven-Tagebuch. Am Samstag Abend traf aus dem Hafen folgende Mail ein:

Hallo Peter,

ich blätterte mal wieder in deinem Archiv. Es ist unglaublich informativ mit immer wieder schönen Bildern. In deinem Tagebuch sah ich dein Lieblingsfoto (United States, 2002) mit der Spiegelung von (wahrscheinlich) dir und Fenstern. Ich sitze gerade in einem ... Büro ... und nehme dein Foto als Anlass zu einem Gruß. Hab ein schönes Wochenende, frohe Ostern und immer das richtige Wetter für weitere tolle Fotos.

Beste Grüße

E.

Dankeschön. Ein weiteres Lieblingsfoto ist das über die Geestebrücke unter Bremerhaven in Bildern. Aber das lasse ich jetzt mal. Mir persönlich steht zur Zeit das Schicksal der "Norway" am nächsten. Und deshalb möchte ich an dieser Stelle mit meinem Lieblingsbild von der Norway eine arbeitende Kollegin im Kaiserhafen grüßen



20. März 2005
In Bremerhaven ist heute auf wunderbare Weise der Frühling ausgebrochen. Die Krokusse blühen schon. Es war ein wunderschöner Tag-
Das Sonntagsjournal meldet: "Norway: Frist läuft bis Ende März
Die Reederei NCL steht weiter in Verhandlungen mit einem Käufer für die "Norway". Zurzeit würden Gespräche mit einer Gruppe von europäischer Interessenten geführt, die ernsthafte Kaufabsichten hätten, erklärte eine Reederei-Sprecherin gegenüber dem SJ. Entweder solle das Schiff wieder repariert und in den Dienst gestellt oder zum Hotelschiff umgebaut werden.
Helmut Puls aus Bremen schreibt mir heute folgendes:

Ich habe mir heute dein Bremerhaven-Tagebuch angesehen. Deine Intention habe ich noch nicht richtig verstanden. Was auffallend ist, ist, dass du dir Großindustrie statt Tourismusprojekte nach Bremerhaven wünscht. Aber welche Perspektive hat Großindustrie heutzutage und zukünftig wenn man sich zum Beispiel die Situation in der Automobil- oder in der Werftindustrie ansieht? Ist die Ansiedlung von Großindustrie wirklich zukunftsträchtig? Ist das Problem Bremerhavens nicht, auch für Bremen war dies eine zeitlang ein Problem, dass es zu einseitig auf bestimmte Großindustrien ausgerichtet war und heute auch noch ist? Wieviel Zukunft hat der Containerterminal?

21. März 2005
Fischereihafen. Der bei einem Brand schwer beschädigte Rumpf des Ro-Ro-Ro-Schiffes "Schieborg" wird seit dem Wochenende wieder aufgebaut. Im Dock der Bredo montierten Werftarbeiter an Deck des Havaristen die ersten Stahlblöcke.

24. März 2005
Seit gestern weist eine Bronzetafel am grünen Gründerzeithaus Lutherstraße 3 auf das Geburtshaus von Lale Andersen hin. Zu Ehren des 100. Geburtstages der Sängerin hat die Stadt Bremerhaven im Beisein der Tochter Carmen Litta-Magnus und des Kulturdezernenten Professor Dr. Weiß die Gedenktafel enthüllt.
Ebenfalls gestern fand auf dem Theodor-Heuss-Platz fand ein volksfestartiges Singen der Lieder von Lale Andersen statt. Aus 1200 Kehlen erklang das berühmte "Lilli Marleen":
Bei SSW fand gestern der Stapellauf einer Großsektion statt- das Oberteil eines Vorschiffes. Es handelt sich um den Teil eines Auftrages für HDW.
Heute ist Bremerhaven wunderschönes Frühlingswetter. Es scheint die Sonne bei Temperaturen bis 18°C.

25. März 2005
Typisches Bremerhavener Wetter: Regen, Regen, Regen. Mein Vater pflegte früher zu sagen: Bremerhaven ist Gottes Pissecke. Heute haben wir nur diesiges und regnerisches Wetter. Temperatur 9,5°C. Da kann man nichts machen. Da kann man wenig machen. Aber morgen soll es besser werden. Etwas. Ich fange  jetzt langsam an, an die Sail 2005 zu denken und mich zu freuen. Wann ist die eigentlich genau? Also vom 10.-14. August 2005 in Bremerhaven.
Ich habe heute eine neue Seite zum Nordsee-Museum ins Netz gestellt:
http://werften.fischtown.de/nordseemuseum12.html
Meine Homepage soll ein Beitrag sein das Geschichts- und Selbstbewusstsein der Bremerhavener zu stärken.
Welche Seiten werden wie stark besucht?
Lale Andersen hält eigentlich seit Monaten den Platz 1 oder 2 in fester Hand.
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Ich würde gerne mal auf einem Seenotrettungskreuzer mitfahren. Naja, eine schöne Idee, ich werde ja schneller seekrank als ich gucken kann.
Ich bin in den letzten 15 Jahren viel und oft mit Auto und Kamera in den Bremerhavener Häfen unterwegs gewesen. Früher auch im Winter noch spät abends mit und ohne Stativ. Habe mir dabei regelmäßig Erkältungen weggeholt. In der Zwischenzeit ist das weniger geworden. Ich kenne leider schon alle Ecken und Verstecke im Kaiserhafen als auch im Fischereihafen. Wobei ich gerade in letzter Zeit doch noch einige schöne Motive im Fischereihafen entdeckt habe. Manchmal findet man gerade dort sein Glück wo man es nicht sucht. Der Kaiserhafen insbesondere der Containerterminal, die Lloydwerft und die Erweiterung des CT IV sind natürlich für Schifffahrtsbesessene wie mich hoch interessant, aber leider nicht zugänglich. Den Containerterminal kann man im Sommer im Rahmen einer Weserrundfahrt mit Glück und Teleobjektiv fotografieren. Oder wenn man Zeit mit dem Bremerhaven-Bus beschauen. Aber wann habe ich als Werktätiger dazu Zeit und Gelegenheit?
Auf die Lloydwerft raufzukommen ist am Tag der offenen Tür möglich. Wann ist der nächste?
Und die Erweiterung des CT IV zu fotografieren, ja das wäre es doch noch oder?
Bleibt die Frage, ob solch eine Ramme dort in der Weser "fotogen" ist.
Die Sail 2005 ist natürlich für alle Schiffsnarren und maritimen Paranoiden wieder ein schöner Anlass zum Erleben und Fotografieren.
Die schönsten Orte und Stelle in Bremerhaven. Ich mag besonders gerne den Anleger der Schiffergilde am Neuen Hafen. Dort liegen die alten Traditionsschiffe. Und wenn man im Lloyds sitzt hat man einen wundervollen Blick auf fast alle diese Schiffe.

26. März 2005
Am Wochenende kommen französische Denkmalschützer nach Bremerhaven um die "Norway" zu besichtigen. Sie setzen sich für den Erhalt der "Norway" ein.


Das dürfte  ihr Auto gewesen sein.

Laut NZ ist der langjährige Betriebsratsvorsitzende Holger Pflaumbaum per 31.01.2005 zum weiteren Geschäftsführer von SSW Schichau Seebeck Shipyard GmbH bestellt worden.
Neue Scheiben im Zoo am Meer sorgen für bessere Einblicke in Robbenbasins.

Die "Norway" ist noch in Bremerhaven, sie liegt noch im Kaiserhafen. Ich habe heute ein paar Abschiedsfotos gemacht. Hier sind sie:


Die Franzosen und die Norway


Hier haben wohl einige versucht an Bord zu kommen.



Norway Foto Peter Müller 26.03.2005




Es gibt eine neue Seite zur Norway: http://werften.fischtown.de/norway9.html


27. März 2005
Grauer, wolkiger Himmel mit Temperaturen um die 9°C.

30. März 2005
Der Regionalpresse ist heute zu entnehmen, dass zur SAIL 2005 Kanzler Schröder, Innenminister Schily, Verteidigungsminister Peter Struck als auch die Sportminister nach Bremerhaven kommen.

31. März 2005
Die Lloydwerft soll das britische Kreuzfahrtschiff "Royal Prinzess" modernisieren. Das Schiff kommt am 26. Mai 2005 nach Bremerhaven.
Die Drehbrücke im Überseehafen ist überlastet, weil sie zu häufig für die Autotransporter und Schlepper bewegt werden muss. Risse im Stahl mussten geschweißt werden.
Von kommender Woche an wird die "Store Belt" durch das Wattenmeer segeln.
Es ist jetzt ein neues Buch über den Norddeutschen Lloyd erschienen.
Harald Focke: Mit dem Lloyd nach New York. Erinnerungen an die Passagierschiffe Berlin, Bremen und Europa, Hauschild-Verlag, 160 Seiten, 121 Abbildungen, 22,80€:
Heute vor 100 Jahren wurde Grete Thiele geboren.

1. April 2005
Laut NZ soll die "Norway" in den nächsten beiden Wochen ihren Liegeplatz verlassen. NCL wollte gestern nicht bestätigen, dass die Reise nach Südostasien geht. Es gibt noch mehrere Optionen, so Sprecherin Eva Marx.

5. April 2005
Wieder ein schöner und wundervoller Frühling. Gestern war ich mit dem Rad unterwegs und sah die ersten Magnolien-Bäume blühen.

7. April 2005
Im vergangenen Monat wurden im Kaiserhafen 143.000 Fahrzeuge umgeschlagen.
Das Kreuzfahrtschiff "Norway" wird in naher Zukunft nach Port Kelang in Malaysia verschleppt. Star Cruise möchte das Schiff einer neuen Verwendung zuführen.
Die "Wappen von Hamburg" wird jetzt eine Woche lang im MWB-Dock auf Vordermann gebracht.

8. April 2005
Gestern wurde bei SSW Schichau Seebeck Shipyard ein halbes Containerschiff auf Kiel gelegt. Es ist bereits das 11. Schiff dieses Typs. Die vordere Hälfte des Containerschiffs wird für eine Hamburger Reederei gebaut. SSW hat zur Zeit 209 Mitarbeiter. Es sind Neueinstellungen geplant, weil die Werft in den kommenden Monaten gut zu tun hat:

Die Reparatur des ausgebrannten Ro-Ro-Frachters "Schieborg" dauert noch bis Ende Juni 2005
In wenigen Wochen beginnen die Arbeiten am Rumpf einer 155-Meter-Megayacht, die SSW im Unterauftrag für die Lürssen-Werft erstellt.
Zum Jahresende will SSW mit dem Bau zweier Hochgeschwindigkeitsfähren für Fracht und Passagiere (Ropax) beginnen.

9. April 2005
Über 600.000 Exportfahrzeuge verschickten Daimler-Chrylser und BMW 2004 über Bremerhaven in alle Welt. Hinzu kamen noch 140.000 Importfahrzeuge. BMW und Daimler werden auch weiterhin in den nächsten Jahren über Bremerhaven umschlagen. Das hat BLG Logistics Group erfolgreich verhandelt. Auch mit dem größten Reederei-Kunden der Wallenius-Wilhelmsen ist sich die BLG einig: Auch in den kommenden acht Jahren wird Wallenius-Wilhelmsen Bremerhaven anlaufen und hier Autos umschlagen.
Noch im Jahr 2005 soll ein neues Autoregal für 7000 Autostellplätze nahe des Weserport-Sees gebaut werden, das entspricht einer Forderung von BMW.
Heute war es recht windig und kalt in Bremerhaven, aber die Sonne schien. Temperaturen um +7°C. Ich war immer der Meinung, dass wir hier in Bremerhaven an Küste wohnen. Stimmt das, oder wohnen wir nur an der Weser, 45 Km weit weg von der Küste?
Wann verlässt uns die "Norway"?
Werde ich dabei sein können und Abschied nehmen und Fotos machen?

10. April 2005
Zum 1. Mai 2005 soll das Weserbad wieder geöffnet werden. Schwimmen darf man in der Weser leider nicht. Schade. Sehr Schade.
Angeblich soll die "Norway" weiterhin Bremerhaven Richtung Malaysia verlassen. Vorher muss aber noch der Schiffsrumpf vom Hafenschlick befreit werden, um das Schiff frei zu bekommen.
+11,7°C bedeckter Himmel.

12. April 2005
Zur Sail 2005 und auch später soll der Alte Leuchtturm von Simon Loschen angestrahlt werden. Das Gebäude wird von innen und außen ins rechte Licht gesetzt. Ebenso beleuchtet werden sollen das Seeamt in der Keilstraße und die Brücke in der Keilstraße.

13. April 2005
In der NZ gibt es heute einen Artikel mit der Überschrift: Schlachtplan gegen schrumpfende Stadt.
Nach Hamburger Untersuchungen gibt es derzeit in Bremerhaven bei 26% Arbeitslosigkeit einen Wohnungsleerstand von 5.000 Wohnungen. Stadtplanungsamtleiter Budelmann zitiert aus dem Gutachten: "Wenn nicht gegengesteuert wird, dann stehen hier 2015 rund 10.000 Wohnungen leer."
Anmerkung von mir: Ich finde den Leerstand an Geschäften in der Hauptgeschäftsstraße Bürger als auch in der Georgstraße viel auffälliger und auch für das Ansehen Bremerhavens schädigender.
Ab morgen wird die neue Schleuse am Neuen Hafen versuchsweise geflutet. Die Schleuse geht in den Testbetrieb.

15. April 2005
Wunderschönes Wetter in Bremerhaven, die Sonne scheint und wir haben Temperaturen um 20°C. Ich war mit dem Fahrrad unterwegs in die Stadt. In der Lloydstraße wird immer noch gebaut. Der Verkehr wird einspurig gelenkt. Wenn man mit dem Rad aus Richtung Norden kommt, hört der Radweg irgendwann Höhe Rampenstraße auf.

16. April 2005
Gestern war beim Deutschen Auswanderermuseum Richtfest. Das Museum soll seinen Betrieb am 8. August 2005 aufnehmen. An diesem Wochenende ist im Schaufenster Fischereihafen Fischparty. An 150 Ständen kann man sich mit Fisch versorgen. Gastland ist Dänemark. Es werden bis zu 100.000 Menschen erwartet.
Nach Auffassung der Bahn AG muss der Hauptbahnhof saniert werden. Geschätzte Kosten 5 Millionen Euro.
Der Runde Tisch Radverkehr möchte das Radfahren in Bremerhaven attraktiver machen.
Die CDU Bremerhaven hat eine Broschüre herausgegeben mit dem Namen "18 Jahre sind zuviel- Die DVU in der Stadtverordnetenversammlung". Inszenierte Skandale, Täuschung der Wähler, Scheinheiligkeit: Mehr haben die DVU-Vertreter nach Überzeugung der CDU nicht zu bieten. Als Beleg hat die Union sämtliche DVU-Anträge aus der letzten Legislaturperiode gesammelt und analysiert. Das entlarvende Ergebnis liegt als Broschüre vor.
SAIL 2005: 277 Schiffe aus 22 Ländern haben sich bereits angemeldet.

17. April 2005
Zum 60. Jahrestag der Ausschwitz-Befreiung inszeniert Peter Koettlitz im Amtsgericht Bremerhaven das Oratorium "Die Ermittlung" von Peter Weiss. Aufführungen finden am Freitag, den 22. April und Samstag, den 23. April um 19.30 Uhr statt.
Weiss hat die Protokolle des Frankfurter Ausschwitz-Prozesses verarbeitet. Zum 60 Jahrestag der Ausschwitz-Befreiung spielt nun eine Gruppe namhafter Bremerhavener das Stück im Amtsgericht in der Nordstraße. "Es ist ganz wichtig, dass zu diesem symbolischen Datum erstmals die Justiz ihre Räume  zur Verfügung stelle und hochrangige Juristen mitwirken", meint Regisseur Peter Koettlitz. Von ihm stammt die Idee zu dem Projekt, er hat sich seine Schauspieler aus dem öffentlichen Leben der Seestadt zusammengesucht. Neben Uwe Lissau (Amtsgerichtspräsident) und Manfred Ernst (bremischer Staatsgerichtshof), werden Frank Behrnes, Dirk Böhling (Radio Bremen), Hans Happel, Horst von Hassel, Anne Havliza, Volker Heigenmoser, Ernst-Michael Ratschow, Burkhard Scherer, Susanne Schwan, Jörg Seedorf und Albrecht Willer.
Karten gibt es unter der Telefon-Nummer 0471-933440 oder an der Abendkasse.

19. April 2005
Die NZ titelt heute auf der Bremerhaven-Seite: Altbau-Wohnungen zu Spottpreisen. Verkäufer müssen häufig bis an die Schmerzgrenze gehen. Die Nachricht ist nur scheinbar gut: Immobilien sind in der Stadt so günstig wie nie. Das Häuschen im Grünen ist zwar noch gefragt, aber der Markt für Grundstücke und Mehrfamilienhäuser ist eingebrochen.
Eine Eigentumswohnung, für die jemand in der 80er Jahren 50.000 DM bezahlt hatte, wurde vor kurzem zum Preis von 10.000€ verkauft.
Die Lloydwerft hat mit Erfolg die neuen Fahrmotoren der "Aurora" getestet.

20. April 2005
Heute wurde mit einem Spatenstich der Baubeginn des Tourismus-Projekts Alter/Neuer Hafen eröffnet. Begonnen wird mit dem Bau der Tiefgarage und den drei Großprojekten Klimahaus 8°Ost, Kongress-Hotel und Einkaufszentrum Mediterraneum.
Der NZ ist zu entnehmen, dass die italienische Werft Fincantieri Interesse hat finanziell bei der Lloydwerft Bremerhaven einzusteigen.

21. April 2005
Unter der Überschrift "Bremerhaven putzt sich  heraus" schreibt die NZ heute über den ersten Spatenstich am Alten/Neuen Hafen. Die Bürgerinitiative "Bremerhaven ja" kritisiert die städtebauliche Entwicklung am Alten Hafen. Sie fürchtet, daß Bremerhaven an dieser Stelle sein historische Gesicht verliert. In einem Interview mit der NZ fragte die Zeitung Dr. Manfred Ernst:
"Glauben Sie, dass die touristische Aufrüstung den wirtschaftlichen Aufschwung bringt?
Ernst: Ich wünschte mir, dass es so wäre, doch diese Hoffnung habe ich nicht. Der Grundstein für das Parkhaus wird nicht das Fundament für diesen wirtschaftlichen Aufschwung sein. Hier wird einseitig der Tourismus in den Vordergrund gestellt. Das mit dem Mediterraneo die Arbeitsplätze geschaffen werden, die Bremerhaven braucht, um zukunftsfähig zu sein, glaube ich nicht.

24. April 2005
Am offiziellen Spatenstich zum Baubeginn Alter/Neuer Hafen haben sich aus der Bevölkerung nur vier oder fünf Menschen beteiligt. Werner Schwarz vom Sonntagsjournal schreibt heute sinngemäß, dass die Planungen wohl nicht die Herzen der Menschen erreichen. Nun ist es zu spät, Bremerhaven muss mit den künstlichen und austauschbaren Welten von Albrecht und Co. leben. Die  Herzen der Menschen dieser Region werden die Plastikwelten nicht erreichen. Das kann gefährlich sein.
In Bremerhaven war heute schönes Wetter mit Temperaturen um + 16°C und Wind.

26. April 2005
Gestern und heute hatten wir in Bremerhaven sonniges und schönes Wetter mit Temperatur um +16°C. Aber Wind. Bei SSW hiewte der Schwimmkran "Enak" das letzte Decksegment an Bord des Ro-Ro-Frachters "Schieborg".
Die Hochschule Bremerhaven erhält einen Erweiterungsbau mit Bibliothek und Hörsaalkomplex.
Am kommenden Freitag nachmittag wird die "Alexander von Humboldt" im Neuen Hafen anlegen. Am Samstag und Sonntag ist die Bark zu Segeltörns unterwegs.

28. April 2005
Wunderschöner Wetter an der Waterkant. Heute hatten wir Sonnenschein bis +17°C und kaum Wind.
In Wremen ist man dabei einen kleinen niedlichen Leuchtturm zu positionieren. Seit 2 Wochen steht der Leuchtturm "Kleiner Preuße" als neue Attraktion an der Weser. Das schwarz-weiß gestreifte Seezeichen ist ein Nachbar des 1930 abgebrochenen Originalleuchtturms "Wremertief". Das hübsche Bauwerk ist 8 Tonnen schwer und aus Stahl. In der Inneneinrichtung orientiert es sich an dem Vorbild, das von 1906 bis 1930 seinen Dienst versah.

Kleiner Preuße, Wremen. Foto Peter Müller 28.04.2005

Der Catamaran "Cat No. 1" wird zukünftig jeden Donnerstag von der Seebäderkaje in Bremerhaven nach Bremerhaven nach Helgoland fahren- in 90 Minuten. Cat No. 1 ist ein Doppellrumpfschiff, 13 m breit und 53m lang. Das Schiff ist 70km schnell pro Stunde.
An der Columbuskaje beginnt morgen die Kreuzfahrtschiff-Saison.
Der Kreuzliner "Athena" wird als erstes Schiff das "Columbus Cruise Center" anlaufen. In der Sommersaison werden 78 Schiffe erwartet und ca. 80.000 Passagiere.

30. April 2005
Bei SSW sind die Stahlarbeiten an dem ausgebrannten RoRo-Frachter "Schieborg" beendet. Nachdem die Werft 1300 Tonnen Stahl verbaut hat, liegt das Schiff nun  an der Ausrüstungspier. Dort werden noch Elektrik, Hydraulik und Lüftung repariert.
Dem denkmalgeschützten Alten Kraftwerk droht der Abriss schreibt die NZ, falls es dem Ausbau der Kaiserschleuse im Weg stehen sollte. Ich habe mir das Gebäude heute mal von außen und innen angeschaut. Hier meine Eindrücke und Fotos.





Altes Kraftwerk von innen. Fotos Peter Müller 30.04.2005 mit Canon EOS 10D





Ich war zum ersten Mal in diesem Gebäude und war überrascht vom interessanten Flair. Man hat die alten Wände unverputzt gelassen. Wäre schade, wenn das Haus abgerissen würde. Dass allerdings die Kaiserschleuse überholt und zu klein ist, ist auch klar. Weitere Informationen.
Außerdem findet in den Räumen des Alten Kraftwerks eine Ausstellung mit Gemälden und Graphiken des Bremerhavener Kunstmalers Paul-Ernst Wilke noch bis morgen statt.

1. Mai 2005
 In der Stadtverordnetenversammlung hat die große Koalition von SPD und CDU beschlossen: Verzicht auf die Ausschreibung eines 49-Prozent-Anteils und den Verzicht auf einen vollständigen Neubau der Klinik in Lehe. Nach einem Kurswechsel soll es jetzt ein Gesundheitspark unter städtischer Regier am Standort Reinkenheide werden. Das Klinikum Bremerhaven wurde vom städtischen Eigenbetrieb in eine GmbH umgewandelt.
Heute beginnt die Helgoland-Saison. Das Fahrgastschiff "Atlantis" fährt täglich ab Seebäderkaje Richtung Helgoland. Die Fahrt dauert 3 Stunden. Abfahrt Bremerhaven 9.15 Uhr außerdem Donnerstags da ist der Katamaran Cat No.1 dran.
Anmeldungen unter Tel. 0180-3202025.
Der Jeanette-Schocken-Preis wird dieses Jahr an den chinesischen Exil-Schriftsteller Bei Dao verliehen heute um 11 Uhr im Historischen Museum im Rahmen einer Feierstunde.
Gefunden im Sonntagsjournal:
Christian Petermann, Die Gebäude der Hochschule.
Gustav A. Petermann: Bei Vollmond wird der Rotbarsch süchtig- Mit FMS Darmstadt im Kabeljaukrieg vor Island.
Frische Milch aus Geestemünde, Bericht des ehemaligen Molkereileiters Gerret Peters 1900-1936.
Heute hatten wir in  Bremerhaven Sommerwetter mit Sonne und Temperaturen um +23°C. Ein wundervoller Tag. Alles grünt und alles blüht.

6. Mai 2005
In  der Villa Schocken fand zum Gedenken an den 60. Jahrestag von Befreiung vom Faschismus und Kriegsende eine Feier statt. Die AWO hatte zahlreiche Gäste zu einer Gedenkveranstaltung geladen, untermalt von Klezma-Musik. An der Veranstaltung nahmen neben Oberbürgermeister Schulz, der AWO-Vorsitzende Dr. Koring sowie das Ehepaar Judy und Joseph Schocken aus den USA teil.

14. Mai 2005
Buchtip des SJ: Von der Colonie zur Hafenstadt- 175 Jahre Bremerhaven. Von Dr. Manfred Ernst und Albrecht Willer.
Die niederländische Reederei Smitwijs hat von NCL den Auftrag erhalten die "Norway" von Bremerhaven nach Singapur zu schleppen.

15. Mai 2005, Pfingstsonntag
Buchtip des Sonntagsjournal: Marine an der Unterweser, von Jörg Owen und Karl-Heinz Reichert. 2. Auflage. Buchtip 2: Die Gebäude der Hochschule, von Christian Petermann.
Das alte Lotsenhaus an der Geeste wird abgerissen, berichtet die Presse. Heute Abend soll die "Pride of America" zum ersten Mal mit eigenen Maschinen fahren, wenn auch nur ein paar hundert Meter im Kaiserhafen Richtung Wendebecken zum Drehen und zurück. Werde ich dabei sein und das erleben dürfen??





 "Pride of America" Fotos Peter Müller

16. Mai 2005
Ein kalter und teilweise regnerischer Tag in Bremerhaven. Ist das Lotsenhaus schon abgerissen?

18. Mai 2005
Laut örtlicher Presse soll die "Norway" am 19. oder 20. Mai 2005 Bremerhaven verlassen. Der niederländische Hochseeschlepper "De Da" soll heute eintreffen und die Norway auf den Haken nehmen. Vermutlich zu Hochwasserzeiten also am Donnerstag um 10.39 Uhr oder 22.56 Uhr , oder am Freitag um 11.43 Uhr und 23.54 Uhr könnte es passieren.
Es werden viele Schaulustige erwartet.
Die Norway soll rückwärts aus dem Hafen geschleppt werden Richtung Malaysia.

Nachfolgend meine letzten Fotos der Norway von heute:






19. Mai 2005
Gestern und heute habe ich wieder bei der "Norway" herumgelungert, um Abschied zu nehmen, und herauszufinden, wann sie fährt. Ich glaube, ich weiß es: Samstag ab 9 Uhr. Ich möchte an dieser Stelle Elke Martens danken für das Foto unten.

Andere wollen auch Abschied nehmen oder mitfahren? Foto Elke Martens 19.05.2005

20. Mai 2005
Warten. Weiterhin warten. Ungeduldiges Warten. Wann ist es soweit? Wann ist die Stunde des Abschieds und der Tränen? Wann verlässt die "MS Norway" für immer Bremerhaven. "Time to say good by...".

Die "Pride of America" ist auf Probefahrt.


"Pride of America" Foto Elke Martens


Die "Pride" in der Nordschleuse, Foto Elke Martens

21. Mai 2005
Die "Norway" liegt noch im Kaiserhafen von Bremerhaven an der alten Bananenpier. Ich war persönlich dort. Was ich in Erfahrung bekommen konnte ist, dass die "Norway" wohl erst Montag, eher Dienstag oder Mittwoch abgeschleppt werden soll. Der Hochseeschlepper "DeDa" liegt noch in Rotterdam zur Reparatur.
Die NZ hat heute morgen am Schiff ihre Poster für 2€ verkauft.


"Bitte festhalten" nennt Elke Martens ihr Bild.

Ich würde die "Norway" auch hier in Bremerhaven gerne festhalten. Weiter Fotos werde ich unter http://werften.fischtown.de/norway12.html
in den nächsten Tagen veröffentlichen.
Wenn man als Besucher nach Bremerhaven kommt, als Tourist, und möchte sich die "Norway" anschauen und ihre Ausfahrt. Was denkt solch ein Tourist wohl über die Stadt, wenn die halbe Bananenkaje abgesperrt ist, und auch der Zugang zur Nordschleuse und zur zugehörigen Mole. Alle interessanten Kamerastandpunkte sind gesperrt. An dieser Stelle auch ein Danke schön an unsere amerikanischen Freunde.
Bremerhaven und Tourismus.

22. Mai 2005
Es gibt zwei neue Seiten zur "MS Norway" http://werften.fischtown.de/norway13.html
und http://werften.fischtown.de/norway14.html
Mit zwei netten Menschen habe ich Handy-Nummern ausgetauscht und wir werden uns gegenseitig informieren, wenn wir etwas Neues wissen. Ich warte auf ein Zeichen von Elke. Wenn Elke anruft, machen sich die Schlepper auf den Weg.
Hier noch mal die Hochwasser-Zeiten für Bremerhaven Alter Leuchtturm
Montag, 23.05.2005: 13.56 Uhr
Dienstag, 24.05.2005: 14.34 Uhr
Mittwoch, 25.05.2005: 15.13 Uhr
Experten sagen, dass die Norway etwa 2 Stunden braucht sie bis raus auf die Weser ist- an der Leine von 4 Schleppern. Irgendwo draußen beim Lotsenversetzschiff oder beim Leuchtturm Rotersand wartet dann der Hochseeschlepper "De Da". Und dann ab nach Malaysia- oder auf den Schiffsfriedhof von Along?
Liebe Freunde dieser Seite mehr weiß ich zur Zeit auch nicht. :-)
Mit meinen Gedanken bin ich seit Tagen bei der alten Dame "Norway", die uns verlässt.