Sogar aus Polen kam ein Paar zum Heiraten

Foto: Peter Müller 3/2002

Bark "Seute Deern" lockt Brautpaare- "Außen"-Standesämter werden immer populärer

Hochzeitsboom auf der Bark "Seute Deern": 74 Brautpaare haben im Jahr 2000 in der Kapitänskajüte des Bremerhavener Segel-Oldtimers den Hafen der Ehe angesteuert. Von ihnen kamen nur 27 aus  der Seestadt, die übrigen 47 reisten aus allen Teilen der Bundesrepublik und selbst aus dem polnischen Krakau an. Für Standesamts-Dezernent Ewald Rasch "ein erneuter Beweis dafür, wie beliebt diese maritimen Außentrauungen weit über Bremerhaven hinaus sind".
Der Initiative des ehrenamtlichen Stadtrats verdanken es heiratswillige Verliebte, dass sie seit 1996 den Bund der Ehe stilecht auf der "Seuten Deern" im Museumshafen besiegeln können. Inzwischen sind Hochzeiten fernab des Standesamtes längst zur Routine geworden, zumal weitere Außenstationen mit besonderem Flair hinzukamen. Auch die haben sich laut Rasch als Attraktionen entpuppt.
So gaben sich je sechs Paare im Fischereihafen-Restaurant Natusch und auf dem Ausflugsschiff "Lale Andersen", fünf in Thieles Garten, drei im historischen Marschenhaus im Speckenbütteler Park und zwei in der Strandhalle das Jawort. Sogar im Fernsehstudio des Offenen Kanals ging eine Hochzeit über die Bühne.
Alles in allem zogen 108 Brautpaare einen ungewöhnlichen Heiratsort dem Standesamt vor- etwa so viele wie 1999. Einzige Voraussetzung dafür laut "Personenstandsgesetz": der vorgeschriebene würdige Rahmen muss auch bei einer Außentrauung gewährleistet sein.

Windrose 1. März 2001