Ocean-Park in Bremerhaven

.13. November 1998: Wirtschaftssenator Hattig ist umgefallen, er befürwortet nun plötzlich den Ocean-Park, von dem Gutachter sagen, dass er sich nicht rechnet und Teile der Bevölkerung glauben, er Ende im Konkurs.
Nach meinem Eindruck versuchen maßgebliche Politiker in Bremerhaven wider besseren Wissens den Ocean-Park gegen eine Stimmung in der Bevölkerung durchzusetzen, obwohl die Stadt Bremerhaven von der Haushaltslage her Bankrott ist und sich finanzielle Beteiligungen an solch einem Milliarden-Projekt gar nicht leisten kann.
Heute steht in der "Nordsee-Zeitung"zu lesen, dass die Seestadt Bremerhaven alleine 179 Millionen DM aufbringen muss, ingesamt belaufen sich die öffentlichen Subventionen nach Meinung der Grünen auf ca. 600 Mio DM.
Es fehlt immer noch ein Gutachten, dass die Wirtschaftlichkeit des Ocean-Parks belegt.
Die Wirtschaftsförderungs-Ausschüsse des Bremer Landtags haben in der vergangenen Woche, die vom Senat beschlossenen Landesmittel für die "projektneutrale Infrastruktur" freigegeben.
Der Bau des Ocean-Parks scheint also beschlossene Sache. Er wird sich vom Wasserstandsanzeiger bis zum Kaiserhafen I erstrecken. Entlang der Weser. Im Wege stehen: die Alternativ-Kneipe "Deichkrug", das gerade vor einigen Jahren eröffnete "Koggenbräu" und die daneben stehenden historischen Schuppen am Alten Hafen, die "Deichbühne" und die Firma "Rogge"- werden diese Gebäude für den Abrissbagger freigegeben?

Im Internet finde ich heute eine Denkschrift von Prof. Dr. Jürgen Milchert "Das Milliardengrab in Bremerhaven- 24 Argumente gegen den Ocean-Park". Milchert schreibt dort u.a., dass der Ocean-Park mit der regionalen Situation Bremerhavens als Hafenstadt an der Wesermündung und an der Nordsee wenig zu tun hat. Weiter schreibt er unter These 3, der Ocean Park zerstört den potentiell schönsten Ort Bremerhavens, nämlich die alten Hafenanlagen zwischen Innenstadt und Wesermündung mit dem Weserdeich (ich füge hinzu: und Deutsches Schiffahrtsmuseum mit Aussengelände, Koggenbräu usw).

Wie der gegenwärtige Planungsstand aussieht, wie "Regenbogen-Cafe" und "Hotel am Meer" aussehen sollen, kann man auch im Internet finden unter Zu Beginn der Ocean-Park-Diskussion war ich durchaus für den Bau, weil ich mir dringend einige hundert, lieber einige tausend Arbeitsplätze für Bremerhaven wünschte, weil ich dachte, daß endlich etwas wirtschaftlich und touristisch Durchgreifendes passieren muss, damit die Seestadt Bremerhaven aus der Krise kommt; 20-25 % Arbeitslose sind eine schlechte Hypothek.

Früher war Bremerhaven eine Stadt der Werften, der Hochseefischerei und des Hafenumschlags. Heute sind die industriellen Schwerpunkte die Fischverarbeitung im Fischereihafen, der Autoumschlag Kaiserhafen, der Containerterminal und der Tourismus. Das Standbein Tourismus sollte ausgebaut werden, sagen uns die Wirtschaftsförderer.
Eine fehlgeleitete oder unfähige städtische Wirtschaftspolitik hat es in der Vergangenheit nicht verstanden neue Industrie für Bremerhaven anzuwerben, Betriebe, Konzerne zu gewinnen und anzusiedeln. Arbeitsplätze zu schaffen.

Seit 1986 die "Sail 86" solch ein großer Erfolg war, sehen die Verantwortlichen die Zukunft Bremerhavens auf dem Gebiet des Massentourismus.
Die Unfähigkeit des Magistrats entsprechende Großbetriebe hier anzusiedeln und massenhaft neue Arbeitsplätze zu schaffen, soll durch blinden Eifer, Aktionismus und Wunschdenken gut gemacht werden. Alles will man finanziell auf eine Karte setzen setzen, um den Preis des Bankrotts und die Gefahr das Armenhaus der Republik zu werden.

14. November 1998: Der Kreis Bremerhaven des DGB hat seine Mitglieder dazu aufgerufen, den Ocean-Park nicht zu torpedieren. DGB-Mitglieder sollten sich nicht an der derzeit laufenden Unterschriftensammlung der Anti-Ocean-Park-Initiative beteiligen, erklärte der Vorsitzende des DGB-Kreises, Peter Goldschmidt. "Mit dem Ocean-Park könnten 1500 Arbeitsplätze in Bremerhaven geschaffen werden. Darauf dürfen wir nicht verzichten", sagte Goldschmidt. Er forderte gleichzeitig von der Politik ein eindeutiges Bekenntnis zum Ocean-Park und eine zügige Umsetzung des Planungsverfahrens.

15. November 1998: Auf einer überfüllten Versammlung in der VHS kritisierte der Sprecher der Bürgerinitiative "Bremerhaven ja- Ocean Park nein danke", Dr. Manfred Ernst, daß Köllmann trotz zweijähriger Bemühungen keine Finanzierung seines mehrfach veränderten Konzepts zustandegebracht habe.
Nachdem die Bürgerinitiative ein Jahr lang versucht habe, mit den Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen, will sie jetzt auf andere Weise Klarheit schaffen. Mit Hilfe einer Unterschriftensammlung soll die Stadtverordnetenversammlung gedrängt werden, selbst einen Bürgerentscheid über den Ocean Park zu beschließen.

18. November 1998: Auf einer Veranstaltung im "Capitol" erklärten die Grünen Ihre Abkehr vom Ocean-Park-Projekt. Die SPD erklärte, sie wollte einen Bürgerentscheid über den Ocean-Park. Am 10. Dezember werde sie einen solchen Antrag in die Stadtverordneten-Versammlung einbringe.

19. November 1998: Paul Bödeker von der CDU erklärte, er sei zutiefst davon überzeugt, daß die Mehrheit der Bremerhavener den Ocean-Park wolle.
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5. Dezember 1998: Der Chefredakteur der Nordsee-Zeitung Jörg Jung fordert in einem ganzseitigen Artikel der NZ "Stadt muß Projekte endlich umsetzen- zögerliches Verhalten skandalös- City rasch neu gestalten-Köllmann Frist geben"
Gleichzeitig räumt er ein, daß "weder ist die endgültige Planung bekannt, noch die private Finanzierung gesichert. Und an anderer Stelle schreibt Jung, es sei an der Zeit, daß sich die Stadt umgehend auf die Suche nach Alternativen begibt, um für den Fall gewappnet zu sein, daß das Köllmann-Projekt... scheitert.
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9. Dezember 1998: Die IG-Metall Bremerhaven spricht sich für den Ocean-Park aus. Sie erwartet, daß durch das Köllemann-Projekt 1510 Arbeitsplätze geschaffen werden.
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10. Dezember 1998: IHK, Einzelhandelsverband, Kreishandwerkerschaft, Wirtschaftsjunioren, DGB, Arbeit und Leben, HBV und IGM erklären gemeinsam (7-Punkte-Katalog):

Schwerpunkt der Entwicklung des Gebietes Alter-/Neuer Hafen muß die touristische Entwicklung sein, um Kaufkraft nach Bremerhaven zu ziehen und die wirtschaftliche Entwicklung zu stabilisieren.
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Mit der Köllmann-Gruppe müssen konkrete Termine vertraglich vereinbart werden. Wenn seine Finanzierung im ersten Halbjahr 1999 nicht steht, müsse man Abstand von ihm nehmen. Für diesen Fall seien bereits jetzt Alternativen zu erarbeiten.
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Der Investor muß eine feste Anzahl sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze garantieren.
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Die heimische Wirtschaft muß am Bau des 1,5 Milliarden Mark teuren Projektes angemessen beteiligt sein.
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Die Stadt muß auch künftig ihren Einfluß hinsichtlich der Stadtplanung absichern.
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Die Stadt muß die Bauvorhaben Zoo, Sportbootschleuse und weitere Infrastrukturmaßnahmen in eigener Verantwortung behalten.
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15. Dezember 1998: Drei Monate vor dem Bürgerentscheid zum Ocean-Park am 7. März haben die Gegner des Großprojekts die Meinungsführerschaft in der Stadt übernommen. (Nordsee-Zeitung)
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20. Dezember 1998: Im "Sonntagsjournal" schreibt Detlef Kolze über einen Artikel, der in "Die Zeit" gestanden hat. Er schreibt über eine Metamorphose während der Planungsphase auch bei ähnlichen anderen Projekten. Der Anteil es Einzelhandels am Gesamtprojekt nimmt ständig zu. Um den vorhandenen Einzelhandel nicht unsicher zu machen, wird bei der ersten Präsentation nur von Freizeit und Tourismus gesprochen. Es sei "die gängige Praxis der gewieften Developer", den Einzelhandel erst allmählich in die öffentliche Diskussion einzufädeln. "Der örtliche Handel wird am Anfang grob getäuscht", heißt es in einer Zwischenüberschrift.
Als Beispiel für diese trickreiche Art der Planungsschritte bei der Einrichtung "artifizieller Erlebniswelten" nennt die "Zeit" die "Wiesbadener Immobilienfirma Köllman" und führt dabei den Bremer Space Spark und den Bremerhavener Ocean Park an. Vor dem Hintergrund der absehbaren Probleme bei der Vermietung der Flächen resümiert "Die Zeit": "Nicht gut werden von Fachleuten vor allem die Chancen für eine Realisierung der bunten Wasserwelt in Bremerhaven eingeschätzt."
Laut aktuellen Presseberichten  soll es Probleme mit der Köllmannschen Einkaufspassage im Frankfurter Euro-Tower als auch im Berliner City Carre geben. 
Im Zusammenhang mit dem Stuttgarter 630-Millionen DM-Projekt "Galeria Ventuno" sprechen die Stuttgarter Nachrichten inzwischen von einem "Potemkinschen Dorf". Die Projektentwickler hätten nicht mehr vorzuweisen als "große Worte, bunte Pläne sowie ein Modell aus Sperrholz und Pappmache".
Auch bei der Frankfurter "Jahrhunderthalle" befindet sich der Projektentwickler Köllmann mit seinen Vorschlägen noch nicht auf der Straße des Erfolgs, wenn man einen Bericht der Frankfurter Rundschau zugrundelegt. Danach soll Köllman dort "eine Euro-Mall mit großem Erlebnisteil rund um die Halle" vorgeschlagen haben. Er sei allerdings bei den städtischen Planer auf große Ablehnung gestoßen.

1. Januar 1999: In einem Interview mit der regionalen "Nordsee-Zeitung" erklärte sich Regierungschef Henning Scherf (SPD).
NZ: Eines der wichtigen Themen für Bremerhaven ist der geplante Ocean-Park. Wie schätzen Sie das Engagement der in der Seestadt politisch Verantwortlichen ein?
Scherf: Es ist sehr zaghaft, aber die Bedenken müssen überwunden werden, wenn man die Seestadt voranbringen will. Kritiker müssen als Mitstreiter gewonnen werden. Der Investor Köllmann ist ein Hoffungsträger und Gestalter.
NZ: Aber die Diskusion tritt auf der Stelle.
Scherf: Köllmann muß die Finanziers noch überzeugen, und es gilt, zu ermitteln, ob sich das Projekt trägt. Ob dies zu einem positiven Ergebnis führt, hängt entscheidend von der öffentlichen Debatte ab. Wenn es in der Seestadt aufwärts gehen soll, muß man gemeinsam überlegen, wie man das schafft. Man muß die Klagemauer verlassen, wenn man Investoren haben will.
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3. Januar 1998:  Im "Sonntagsjournal" wird ein Leserbrief von Prof. Dr. Jürgen Milchert veröffentlicht:
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"Neue Arbeitsplätze?"
Zur Berichterstattung über den Ocean-Park:
Das einzig relevante Argument, das für den Ocean-Park zu sprechen scheint, ist seine positive Wirkung auf den katastrophalen Bremerhavener Arbeitsmarkt. Die Zahlenjongleure der Ocean-Park-Entwicklungsgesellschaft veranschlagen dei Zahl der Arbeitsplätze je nach Stimmungslage und politischem Bedarf zwischen 690 und 3000. Dies sind allerdings windelweiche Zahlen, die sich aus der Absicht erklären, alle öffentlichen Forderungsmöglichkeiten abzuschöpfen. Es handelt sich also um Wunschzahlen ohne betriebswirtschaftlichen Hintergrund. Trotzdem werden die neuen Arbeitsplätze von den Parteien und den mit ihnen verbandelten Organisationen  gefeiert und als Totschlagsargument gegen die Skeptiker des Ocean-Parks genutzt. Dabei ist arbeitsmarktpolitisch einen nüchterne Abwägung gefragt:
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1. Bau und Betrieb des Ocean-Parks schaffen Arbeitsplätze. Aber zu welchem Preis: Eine nüchterne Kosten-Nutzen-Analyse macht das Mißverhältnis zwischen öffentlichem Mittelaufwand und arbeitsmarktpolitischen Effekten deutlich: Jeder neue Arbeitsplatz wird mit mindestens 1 Million Mark öffentlich subventioniert. Dies wurde vom Geschäftsführer der Ocean-Park-Entwicklungsgesellschaft, Herrn Dr. Lüneburg, "als ganz normal" bezeichnet.
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2. Zur Realisierung des Ocean Park wird das sogenannte Tafelsilber verkauft. Beim Tafelsilber handelt es sich aber um keine Luxusgegenstände, sondern um den über Generationen von den Bürgern hart erarbeiteten kommunalwirtschaftlichen Besitz. Wenn nun die Stäwog, die Stadtwerke, die Entsorgungsbetriebe, die Müllverbrennungsanlage und viele andere kommunalwirtschaftliche Betriebe verkauft werden, so werden dort viele Beschäftigte im Zuge von Rationalisierungen ihre bisher sicheren Arbeitsplätze verlieren. Diese verlorenen Arbeitsplätze muß man von denen, die durch den Ocean Park entstehen, abziehen.
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3. Wie sehen eigentlich die Arbeitsplätze aus, die mit dem Ocean Park entstehen? Neben wenigen qualifizierten Arbeitsplätzen handelt es sich um jene schlecht bezahlten Jobs in Touristik und Handel, die am untersten Ende der Einkommensskala stehen: Reinigungskräfte, Animateure, Bewachungspersonal und Verkäufer. Auch handelt es sich zum großen Teil um Teilzeit- und Saisonstellen. Das große Vorbild des Ocean-Parks, das Centro in Oberhausen, wird  vor allem durch 620-Mark-Kräfte betrieben.
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4. Ein Großteil der neuen Arbeitsplätze entsteht im neuen Einkaufszentrum, das mit dem Ocean-Park verbunden ist. Jedoch: Ein zusätzliches grosses innerstädtisches Einkaufszentrum geht zu Lasten der bestehenden mittelständischen Handelsstruktur Bremerhavens. Für jeden gewonnen Arbeitsplatz werden mindestens zwei bestehende in unseren Bremerhavener Geschäften wegfallen.
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5. Vielleicht wäre die gigantische öffentliche Subventionierung hinnehmbar, wäre mit dem Ocean Park ein Imagegewinn für Bremerhaven verbunden. Die bisherigen Pläne beweisen das Gegenteil: Eine bunte Scheinwelt aus "Kitschbauten" entsteht als neues Stadtzentrum, mit steinernem  Schiff, hölzerner Mühle, Plastikzoo und vielen anderen Geschmacklosigkeiten aus dem bunten Legokasten des Plancomputers. Dies beweist die mangelnde ästhetische Kompetenz der Köllmanngruppe und unseres Stadtbaurates, wirft aber auch ein Bild darauf, was uns unsere Stadtverordneten zumuten. Bremerhaven wird zu "Kitschtown", bundesweit mitleidig und spöttisch belächelt. Das neue Image lockt keine neuen zukunftsträchtigen Investitionen in diese Stadt, auch wenn sie nun ein eigenes drittklassiges Nummerschild erhalten soll. Das Gegenteil ist zu befürchten. Der innovationsfreundliche Mittelstand, der Wert auf ein gutes kulturelles, landschaftliches und städtebauliches Angebot legt, wird dieser Stadt den Rücken kehren: Wer möchte schon im lauten "Kitschtown" leben oder investieren?
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6. Arbeitsmarktpolitisch setzen die Befürworter des Ocean Parks alles auf eine wenig erfolgversprechende Karte. Die Fördermittel sind ausgegeben und viele kommunalpolitische Reserven verbraucht. Für teure, aber arbeitsmarktpolitisch zukunftweisende Projekte ist damit kein Geld mehr vorhanden.
Ein nüchternes Fazit muß also lauten:
Durch den Ocean-Park entstehen mit gigantischer öffentlicher Förderung wenige, schlecht bezahlte Arbeitsplätze. Demgegenüber stehen die Arbeitsplatzverluste in der Kommunalwirtschaft und im Bremerhavener Einzelhandel. Das Image der Stadt wird sich verschlechtern. Geld für zukunftsträchtige Produkte ist nicht  mehr vorhanden. Das Jahrhundertprojekt Ocean Park entpuppt sich also bei sachliche Betrachtung als arbeitsmarkpolitisches Fiasko.
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13. Januar 1999: Nach dem Motto "wer keine Argumente hat, der fängt an zu pöbeln" meinte Herr Manfred Richter beim Neujahrsempfang auf dummdreiste und demogogische Weise, die Gegner des Ocean-Parks müßten sich fragen lassen, ob sie eine lebensbedrohliche Situation für Bremerhaven heraufbeschwören wollten.
Richtig ist, dass die verfehlte Wirtschaftspolitik der rechten SPD hier 40 Jahre lang versagt  hat, vor allem aber haben seit Anfang der 70er Jahre alle Parteien, auch die FDP des Herrn Richter durch Nichtstun geglänzt hat. Die FDP hat sich nie für die Seebeckwerft und die Werften eingesetzt. Sie haben es nicht geschafft Grossbetriebe anzusiedeln. Nun stellen sich die Herren Politiker-Versager hin und versuchen mit solchem einem Luftballon wie dem Ocean-Park von ihrem Versagertum abzulenken. Statt ihre Kraft weiter in dieses Untergangsprojekt zu stecken, sollten sie endlich aufhören Panik zu fahren, sondern konstruktiv eine Alternativ erarbeiten.
Die Zukunft Bremerhavens an den Ocean-Park zu hängen ist falsch. Der Ocean-Park kostet hunderte Millionen Steuergelder, bringt keine neue Arbeitsplätze, wird keine Gewinne erwirtschaften, dafür aber wird er das finanzielle Ende dieser Stadt sein.

25. Januar 1999: Im "Sonntagsjournal" vom 17.01.99 kritisierte Werner Schwarz, das OB Richter beim Neujahrsempfang ohne neue Argumente für den Ocean Park warb. 
Herr Köllmann ist seit Monaten abgetaucht, jedenfalls für die breite Öffentlichkeit, hat er schon resigniert? Oder zieht er hinter der Bühne die Fäden?
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29. Januar 1999: Am 2. März 1999 sollen die überarbeiteten Ocean-Parkpläne in der Stadthalle vorgestellt werden. Der Blaue Planet soll weiterhin die Hauptattraktion sein. Alte Hafenstadt, Ferienanlage, Imax-Kino und Ocean-Trainingscamp lauten weitere Details.
Der Blaue Planet soll auf dem bisherigen Parkplatz am Deutschen Schiffahrtsmuseum zwischen Alter Hafen und Weserdeich entstehen.
Nach Vorstellungen der Köllmann AG als Investor soll er ein Themenspektrum von globalem Anspruch widerspiegeln (Quelle NZ): 
Von der Entstehung der Oceane über die Bedeutung der Meeresströme für das Klima, die Entwicklung und Vielfalt des Lebens im Meer, seine Schätze und ihre Ausbeutung, bis hin zum Umweltschutz. Am Beispiel von Regionen wie den Polargebieten, der Tiefsee, dem Korallenmeer und dem Regenwald können Besucher das Wasser entdecken.
Laut NZ gehören zu den weiteren Bestandteilen:
das benachbarte Imax-Kino mit dreidimensionalen Filmen in perfekter Qualität über die Meere;
ein Ocean-Trainingscamp mit Möglichkeiten, mehrere Tage näher in die Welt der Oceane einzutauchen;
die alte Hafenstadt ringförmig um den Neuen Hafen angelegt, verbunden durch eine Fußgänger-Klappbrücke;
Die Erlebniswelt Auswanderung, in enger Abstimmung mit dem gleichnamigen Initiativkreis;
eine Ferienanlage mit etwa 250 Appartments westlich des Neuen Hafens. Wichtigste Zielgruppe: Familien mit Kindern; 
eine Badelandschaft und eine Kindererlebniswelt;
die Marina im Neuen Hafen als Attraktion für Wassersportler.
Weil die Überbauung der Columbusstraße zu hohe Kosten verursachen würde, soll der Einzelhandel am Neuen Hafen konzentriert werden. Über eine Verknüpfung von Ocean-Park und Innenstadt will die Köllmann-Gruppe ein neues Konzept enwickeln.
Ein Kernpunkt des Konzepts wird auch die Integration des Zoos sein, um die touristische Attraktion zu stärken. 
Keine Angaben machen Stadt, Land und Köllmann AG über die genaue Zahl der kalkulierten Arbeitsplätze.
30. Januar 1999: In der Nordsee-Zeitung vom 30.1.99 stand dann geschrieben, dass Köllman bis zum Sommer das endgültige Konzept erarbeiten und den Finanzierungsnachweis erbringen will. Dabei beruft sich die NZ auf eine Beschlußvorlage für die Wirtschaftsförderungsausschüsse des Landes. Die Beschlußvorlage soll am 3. Februar 1999 im Magistrat und am 11. Februar in den Wirtschaftsausschüssen behandelt werden. Das 15-Seiten-Papier wurde vom Bremerhaven-Beauftragten beim Senat, Jürgen Adelmann bearbeitet.
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4. Februar 1999: Die Ocean-Park-Entwicklungsgesellschaft (Opeg) gibt in der NZ von heute den aktuellen Planungsstand bekannt:
Der Blaue Planet, das Herzstück des Ocean-Parks, soll demnach die Entstehung der Ozeane, die Vielfalt des Lebens im und am Wasser, die Mythen der Meere, die Bodenschätze und ihre Ausbeutung auf erlebnisorientierte Weise darstellen. Dazu greifen die Planer einzelne Segmente ozeanographischer Vielfalt heraus:
1. Antarktis
Eine Film-, Musik- und Lichtshow soll die dramatischen jahreszeitlichen Veränderungen veranschaulichen, die sich in der südlichen Polarregion abspielen. In einem "Antarktis-Labor" wird der Besucher mit aktuellen Forschungsprojekten in der Antarktis vertraut gemacht. Kinder sollen einen besonderen Spielplatz erhalten: einen "Eistunnel" mit zahlreichen Rutschbahnen.
2. Tiefsee
Die Tiefsee-Halle zeigt die Welt der Gräben und Verwerfungen am Grund des Atlantiks und die Lebensformen in den untersten Wasserschichten. In einem besonderen Raum wird an die Forscher erinnert, die mit ihren Tauchbooten immer tiefer in die Oceane vorstießen.
3. Großes Barrier Riff
Die farbenprächtige Welt eines Korallenriffs wird am Beispiel des Großen Barrier Riffs vor der Küste Australiens gezeigt. In einem Becken werden lebende Haien zu sehen sein.
4. Nordseestrand
Strand-Spielbereiche unterhalb eines Leuchtturms und die Möglichkeit, durch eine Dünenlandschaft zu laufen und die Tiere des Watts kennenzulernen, sind Schwerpunkte der Nordseestrand-Darstellung. Außerdem soll ein Deich aufgebaut werden mit interaktiven Demonstrationen von Fischfang, Schiffahrt, Erdölgewinnung und Umweltschutzaktivitäten in der Nordsee.
5. Tropischer Regenwald
Das letzte Ökosystem des Blauen Planeten zeigt die Wasserwelten der Tropen am Beispiel des Orinoco-Regenwaldes in Südamerika. Auf einem Pfad durch den Urwald erlebt der Besucher die Artenvielfalt der überfluteten Orinoco-Wälder. Eine Plattform in den Baumkronen zur Beobachtung der dort lebenden Tiere ergänzt diese Abteilung.
Zudem sollen im Blauen Planeten ein "Wasserlabor" für Experimente und ein "Entdecker-Zentrum" als Klassen- und Vortragsraum eingerichtet werden. Ein virtuelles Aquarium macht den Besucher mit den Mythen der Meere vertraut, in der Abteilung "Geovision" kann er sich über den neuesten Stand der geo- und ozeanographischen Forschung informieren.
5. Februar 1999:
Wie der Presse zu entnehmen war, hatten Mitglieder des Initiativkreises für den Ocean-Park nach einem Gespräch mit Herrn Köllmann und einem Senatsvertreter den Eindruck, dass sie auf ihren Sieben-Punkte-Fragenkatalog
plausible Antworten erhalten hätten. Am wenigsten durchdacht sei derzeit der Bereich Einzelhandel.
Am Tag vorher hatte die Bürgerinitiative "Bremerhaven ja- Ocean-Park nein danke" im Gemeindesaal der Michaeliskirche getagt. Die Kritik der Initiative an der geänderten Ocean-Park-Planung lautete im Kern: weder die Anbindung des Ocean-Parks an die Innenstadt noch die Frage nach einem Verkehrskonzept sei geklärt.
6. Februar 1999: In einem Interview mit der "Nordsee-Zeitung" erklärte Jürg E. Köllmann: Wir haben die Einwände aus der öffentlichen Diskussion berücksichtigt, die den wichtigsten Zielen des Ocean-Parks dienen:  Stärkung der Ausstrahlungskraft des Standortes im Wettbewerb mit anderen Standorten, Stärkung der Akzeptanz bei der Bevölkerung und Stärkung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit.
In einem Kommentar mahnte Reiner Donsbach in der NZ an: Planung ist ein fließender Prozeß. Das hat die jüngste Überarbeitung des Ocean-Park-Konzeptes deutlich gezeigt. Damit sie in die richtige läuft, muß vom Magistrat und politisch Verantwortlichen jetzt aber mehr kommen. Sie müssen endlich sagen, wo sie im Sinne einer vernünftigen Innenstadtplanung Einfluß nehmen wollen.
Wo der Ocean-Park an eine neugestaltete Innenstadt andocken soll. Wie sie sich eine Verbindung vorstellen. Wieviel zusätzlichen Einzelhandel sie für verträglich halten. Wie das Verkehrskonzept aussehen soll.
In einem Artikel in der NZ unter dem Titel "Standort-Tausch empfohlen" schlägt SPD-Fraktonsvorsitznder Jörg Schulz vor den Blauen Planeten an die Ostseite des Neuen Hafens zu verlagern und die Hafenstadt mit Geschäften und Kino-Center rumd um den Alten Hafen anzusiedeln.
Schulz (Aufsichtsratsmitglied der Opeg) berichtet, daß sein Vorschlag interessiert von Köllmann und dessen Planungsstab aufgenommen worden sei. Es sei auch die Möglichkeit diskutiert worden im Rahmen einer Innenstadtplanung, die Columbusstraße abzusenken und mit einer Betonplatte zu deckeln, über die man dann zu Fuß zum Alten Hafen gelangen könnte.
In einem Kommentar der NZ fragt Andre Uzulis, ob der Bürgerinitiave gegen den Ocean-Park die Argumente ausgehen.
7. Februar 1999: Nach Mitteilungen des Magistrats und der Opeg soll der Zoo am Meer als erster Baustein eines künftigen Ocean Parks so schnell wie möglich mit Hilfe der Städtischen Wohnungsgesellschaft realisiert werden.
10. Februar 1999: Die Ausschüsse für Bau, Finanzen und Wirtschaft sowie Schule und Kultur stimmten auf einer gemeinsamen Sitzung mit Mehrheit einer Finanzierungsbeteiligung am Ocean-Park, der Aufstockung der Mittel für die Innenstadt sowie dem neuen Zoo-Konzept zu. 
Den Beschlüssen zufolge wird sich Bremerhaven mit bis zu 176 Millionen Mark am Ocean-Park beteiligen. Vorrausetzung dafür ist, daß der Bürgerentscheid für das Großprojekt positiv ausfällt und die wirtschaftliche Tragfähigkeit sichergestellt wird.
12. Februar 1999: Die Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung stimmte für den Umbau des Zoos nach dem Integrationskonzept und genehmigte die Finanzierungsbeteiligung Bremerhavens am Ocean-Park mit bis zu 176 Mio. DM. Auch die Aufstockung der Mittel der Bremerhavener Projekt- und Finanzierungsgesellschaft (BPG) um zusätzlich 50 Mio. DM zur Innenstadt-Umgestaltung wurde genehmigt. 
Bürgermeister Niederquell schloß eine Finanzierung dieser Summen aus den laufenden Haushalten angesichts der kritischen Finanzlage der Stadt aus. Das Geld sei nur durch Verkäufe städtischer Gesellschaften aufzubringen. Auch dann sei dies für ihn als Kämmerer immer noch ein einzigartiger finanzieller Kraftakt.
13. Februar 1999: In einem Interview mit der NZ erklärte Bernd Gerke, Arbeitsamtsdirektor, man müsse den Bau den Ocean Parks im Zusammenhang sehen mit anderen strukturellen Veränderungen und Verbesserungen wie z.B der Untertunnelung der Weser, dem touristischen Angebot "Schaufenster Fischereihafen", der Modernisierung des Flughafens Luneort, dem Ausbau der Fischereihafen-Doppelschleuse, der Erweiterung des Deutschen Schiffahrtsmuseums, dem Ausbau der Hochschule Bremerhaven, dem Geestewanderweg, der Ausbau des Containerterminals CT III und vielleicht IV.
In einem Kommentar der NZ schrieb Torsten Melchers, man müsse endliche die negtive Bremerhavener Spirale beenden. Es gibt kaum Jobs, viele Bremerhavener seien auf staatliche Hilfe angewiesen und könnten nur wenig Geld ausgeben. Darunter leidet die Geschäftswelt, zugleich verliert die Stadt finanziellen Spielraum, weil sie viel Geld für Sozialhilfe ausgeben muss. Diese Summen fehlen in vielen anderen Bereichen, etwa bei der Stadtreinigung, in den Schulen, für Freizeitstätten. Das alles drückt auf die Stimmung, mobile junge Leute verlassen die Stadt, zugleich werden potentielle Investoren abgeschreckt.
Trotz des weit verbreiteten Pessimismus gibt es dafür gute Ansatzpunkte: Die Infrastruktur der gesamten Region wird mit enormem Aufwand modernisiert- einen beachtliche Standortstärkung.
20. Februar 1999: Im Umland von Bremerhaven drücken die Stadt- und Gemeindedirektoren die Daumen für den Bau des Ocean-Parks. Sie erhoffen sich vom dem Projekt eine Aufbruchsstimmung für die gesamte Region, aber auch mehr Arbeitsplätze, mehr Touristen und attraktivere Einkaufsmöglichkeiten in der Stadt.
23. Februar 1999: Interessant fand ich die Äußerung von Henning Goes in der Nordsee-Zeitung vom 17.2.99 in dem er u.a. , meinte, mit dem Beschluß, den Zoo am Meer zu bauen ist faktisch der erste Schritt zum Bau des Ocean Parks getan. Die Entwicklung ist unumkehrbar geworden, und das ist gut so.
Darf man diese Aussage so verstehen, daß schon entschieden ist, und nichts mehr zu entscheiden? Besser gesagt, der Ocean Park wird gebaut, gleichgültig wie die Bevölkerung abstimmt? Für diese Annahme spricht einiges was in den letzten Wochen in den Ausschüssen der Stadtverordnetenversammlung besprochen wurde. Gemeint ist damit, dass die Stadt bereits Grundstücke und Gebäude angekauft hat  als wäre der Ocean-Park beschlossene Sache.
25.Februar 1999: Der Kreistag des Landkreis Cuxhaven hat sich in einer Entschließung einstimmig für die Unterstützung des Ocean-Parks ausgesprochen.
Die Grünen rufen dazu auf beim Bürgerentscheid über den Ocean-Park mit "Nein" zu stimmen. Das erklärte Grünen-Stadtrat Peter Pletz. Damit reagierte er auf den Appell des SPD-Fraktionsvorsitzenden Jörg Schulz an die Kritiker, dem Projekt jetzt zuzustimmen. Auch die Bürgerinitiative "Bremerhaven ja- Ocean Park nein danke" weist diesen Appell zurück.
25. Februar 1999: Die Köllmann AG hat einen neuen Masterplan vorgestellt. In dem bekannt gewordenen Plan skizzieren die Köllmann-Entwickler die Standorte der Attraktionen auf dem künftigen Ocean-Park-Gelände.
Die wichtigste Neuerung betrifft den Standort des Blauen Planeten. Das Kernstück des Projekt könnte an der Ostseite des Neuen Hafens in der Nähe des Seeamtes angesiedelt werden.
An der Westseite des Neuen Hafens soll nun eine Ferienwohnanlage mit Spaßbad und direktem Zugang zu einem Sportboothafen entstehen.
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(Quelle: NZ)
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8. März 1999: Der Bürgerentscheid zum Ocean-Park scheitert. Die Wahlbeteiligung lag nur bei 49,2%. 56 Prozent der Wähler stimmten für den Ocean-Park, 44 Prozent stimmten dagegen. Die Entscheidung über den Bau des Ocean-Park wird nun von der Stadtverordnetenversammlung getroffen.
9. März 1999: So als wüßte die Nordsee-Zeitung schon was gemeint ist und lange hinter verschlossenen Türen in Vorbereitung ist, titelt die NZ: Altlastensanierung kann beginnen-Ocean-Park-Gelände wird jetzt hergerichtet. Und OB Richter bestätigt, dass nun Plan B in Kraft trete, "jetzt räumen wir die Altlasten auf der Industriebrache ab". Wir sind da mal gespannt, was das für Altlasten sind und was es Stadt Bremerhaven schon gekostet hat (Rogge? Koggenbräu?).
26. März 1999: Mit den Stimmen von CDU, SPD und AfB beschloss die Stadtverordnetenversammlung von Bremerhaven am 25.3.99 die Fortsetzung der Planung für den Ocean-Park. Mit den Stimmen von AfB und SPD wurde Köllmann eine Frist bis zum 1. Juli 1999 gesetzt.
14. April 1999: Die Bürgerinitiative "Bremerhaven ja-Ocean Park nein danke" kritisiert, dass es um den Ocean Park so still geworden sei, und die von der OPEG angekündigte Informationsoffensive ausgeblieben sei.
Statt Informationen gibt es jetzt Fakten. Es werden Fakten geschaffen. Am 13.4.99 wurde der "Deichkrug" abgerissen. Er stand dem Bau des Oceanparks im Wege.
6. Mai 1999: In der Nordsee-Zeitung liest und hört man nichts mehr vom Ocean-Park. Die Bürgerinitiative vermutet, dass Köllmann kein Interesse mehr hat. Vor Wochen soll ein Mitarbeiter von Köllmann einer Radio Bremen-Redakteurin gesagt haben, es gebe keine Ocean-Park-Planung mehr. Das Interview durfte nicht gesendet werden.
Ist der Ocean-Park tot? Vieles spricht dafür.
8. Mai 1999: Vom Ocean-Park hört man nichts mehr, dafür wird  Daewoo für 84 DM Steuergelder von Bremerhaven nach Bremerhaven verlegt, ein ungeheuerlicher Vorgang. Comet verlegt sein Lager nach Bremen. Und unsere Politiker schauen tatenlos zu. 
11. Mai 1999: Ocean-Park-Planer Jürg Köllmann ist nicht gewillt, die ihm von der der Stadtverordnetenversammlung gesetzte Frist einzuhalten. Ob und wann Investoren und Nutzer überzeugt seien, sei deren Entscheidung und nicht von Politikern festzulegen. Herr Köllmann will seine dürftige Informationspolitik nicht ändern. Nach Meinung von Helga Trüpel (Die Grünen) fehlen Köllmann die Investoren, ihm sei die Luft ausgegangen, er sei auf Distanz zu Bremerhaven gegangen.
16. Mai 1999: Auch die AFB spricht beim Ocean-Park von Rückzugsgefechten und vermutet, Köllmann wolle durch seine Äußerungen die Stimmung in der Stadt negativ beeinflussen, um sich aus der Affäre ziehen zu können.
Weiter meint die AFB, nach drei Jahren Planungsarbeit müsse Köllman durch Benennung von Investoren und Betreibern endlich beweisen, ob überhaupt die Chance einer Realisierung besteht.
26. Juni 1999: Das Kaufhaus Horten in der Innenstadt schließt zum Jahresende. Betroffen sind rund 130 Arbeitsplätze. Kommentar von Gert-Ulrich Hensellek: Es geht nicht nur um die 130 Arbeitsplätze be Horten, es geht darum die Talfahrt der Innenstadt unverzüglich zu stoppen. Für den SPD-Fraktionsvorsitzenden ist die Schließungsankündigung "ein Alarmzeichen".


ehemals Kaufhaus Horten

Die Bundesregierung will die Werfenhilfe zum Jahr 2000 streichen, dies könnte laut SSW bedeuten, dass wenn SSW dieses Jahr auf den Markt käme, sie nächstes Jahr wieder rausfliegen würden. SSW hat 1993 mit der Chiquita Rostock das letzte eigene Schiff gebaut.
Unter der Bremerhavener Bevölkerung gibt es Unzufriedenheit, weil immer mehr Geschäfte in der Hauptgeschäftsstraße der "Bürger" und der "Oberen Bürger" schließen. Bei 25% Arbeitslosigkeit ist einfach die Kaufkraft nicht da. Viele junge Leute ziehen weg. Es gibt zuwenig Arbeit in Bremerhaven. Magistrat und Stadtverwaltung schaffen es nicht die Innenstadt attraktiv zu gestalten, indem man eine wirkliche Fußgängerzone schafft ohne Busse und mit Möglichkeiten auf Bürger im Sommer draussen zu sitzen. Andere Städte wie Emden oder Kiel können das auch. Unseren Politikern sei eine Fahrt nach Kiel empfohlen.
Statt Grabenkämpfen und Profilierungssucht zwischen CDU, SPD und AFB braucht Bremerhaven wie in Bremen eine politische Führung, die gemeinsam und konstruktiv handelt und anpackt und nicht rumjammert und palavert.
Eine unattraktive Innenstadt ist ein Teufelskreis, weil bei einem unattraktiven Angebot, kaufkräftigen Käuferschichten lieben in Cuxhaven, Bremen oder Oldenburg einkaufen.
Seit dem Verlust der verschiedenen Werften seit den 70er Jahren, dem Verlust des Stückgutumschlag in den Kaiserhäfen sowie der Hochseefischerei und der dazugehörigen Industrie hat sich Bremerhaven nie wieder erholt, dümpelt wie ein leckes Schiff vor sich hin, und die maßgeblichen Politiker und Wirtschaftsfachleute üben sich in Jammern, statt endlich Industrieansiedlungen zu werben. Tourismus ist gut, Containerterminal gut, Doppelschleuse ist gut. Der Ausbau der Hochschule Bremerhaven ist eine gute Sache. Die Verschönerungsarbeiten an der Geeste (Geestewanderweg) sind sehr schön. Auch das Gebiet um den Alten Hafen ist ein Sahnestück geworden. Es gibt positive Signale.
Das Ehlerding und Dieckel als Sponsoren bei SSW einstiegen war eine tolle Sache und man hört ja auch, dass SSW wegen konkreten Aufträgen verhandelt.
Aber das alles ist zuwenig.
Viel zuwenig.
Man muss der Jugend eine Perspektive bieten.
Das Leben in Bremerhaven muss wieder Spass machen.
Es geht nicht an, dass das Stadtbild von Pennern, Drogenabhängigen, Alkoholikern, Bettlern, Verarmten, und anderen Loosern dominiert wird.
Die Menschen brauchen Arbeit, Beschäftigung und Einkommen.
1. Juli 1999: Regierungschef Henning Scherf im NZ-Interview: "Ich kümmere mich um die Seestadt"
Scherf sagte "daß wir in den nächsten vier Jahren einen richtigen Schwerpunkt setzen wollen. Der heißt Bremerhaven".
An anderer Stelle: Ich empfinde, daß das meine letzte wirklich wichtige Aufgabe ist. In den verbleibenden vier Jahren will ich mich auf eine Weise mit dieser Stadt identifizieren, wie das bisher nicht gemacht worden ist.
Strukturpolitisch ist das die Nummer-Eins-Aufgabe der Landesregierung.
Wir müssen den Ocean-Park endlich positiv zu Ende bringen.
Die Menschen müssen sehen, hier passiert etwas.
In einem anderen Artikel in der NZ steht heute zu lesen, daß der Lenkungsausschuß für den Ocean-Park die Entscheidungsfrist auf Ende des Jahres verschoben habe.
04. Juli 1999: Die Kritik an der Verschiebung des Oecan-Parks wird  immer lauter, weil die  Entscheidung über den Bremerhavener Ocean-Park noch einmal hinausgeschoben wurde und zwar auf den 31. Dezember dieses Jahres.
7. Juli 1999:
Die Nordsee-Zeitung berichtet: 
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Ocean-Park-Planung ist jetzt abgeschlossen
Köllmann stellt endgültigen Masterplan vor
Nach mehr als acht Jahren ist die Planung für den Ocean-Park jetzt abgeschlossen. Vertreter der Köllmann AG legten gestern dem Aufsichtssrat der Ocean-Park-Entwicklungsgesellschaft (Opeg) den endgültigen Masterplan vor.
Das Konzept sieht einen Blauen Planeten mit Imax-Kino vor.
Zwischen Altem Hafen und Weserdeich entsteht eine überdachte Einkaufszeile mit 12.500 qm Einzelhandel.
Diese Mall, die architektonisch von zwei großen Glasdomen dominiert wird, öffnet sich zur Holländerbrücke nach Südosten und als sogenannte Alte Hafenstadt zum Neuen Hafen nach Norden. Integriert ist direkt neben dem Weserdeich ein Multiplexkino.
Unter dem Einkaufsbereich liegt einen Tiefgarage mit 1200 Stellplätzen, die über eine vierspurige Brücke über den Alten Hafen von der Columbusstraße aus erschlossen wird. Eine weitere Tiefgarage befindet sich unter dem Blauen Planeten, ein ebenerdiger Parkplatz am Nordostende des Neuen Hafens. Insgesamt werden auf dem Gelände 2600 Autos parken können.
Individuellen Durchgangsverkehr soll es  auf dem Ocean-Park-Areal nicht geben. Eine nicht schienengebundene Bahn soll in zwei Routen um den Neuen und um den Alten Hafen die Attraktionen verbinden.
Vom umgestalteten Zoo am Meer wird eine "Plateau" genannte Fläche zum Neuen Hafen führen. Sie bietet Platz für rund 1000 Menschen, die sich Veranstaltungen auf einer schwimmenden Bühne im Neuen Hafen anschauen können.
An der Westseite des Neuen Hafens ist ein Familienressort mit Badelandschaft geplant. 240 Wohneinheiten sollen dort in vier Gebäudekomplexen entstehen- weitere 150 Appartments können zu einem späteren Zeitpunkt auf einer Freifläche hinzukommen.
Neu aufgenommen wurde die Freilegung des alten Docks des Norddeutschen Lloyds am Neuen Hafen, das in die Badelandschaft integriert werden soll.
Gegenüber dem Familienresort, auf der Ostseite des Neuen Hafens, bleibt Platz für eine späterer hochwertige Wohnbebauung.
KPMG sieht in einer vorläufigen Stellungnahme, die wirtschaftliche Tragfähigkeit des OP gegeben.
9. Juli 1999: Mit und ohne Ocean-Park tut sich eine ganzen Menge in Bremerhaven. Auf Weisung der Bürgermeisters soll die VGB nun endlich in die Puschen kommen und dafür sorgen, dass die Busse aus der Bürger verschwinden. An der Geeste ist der Geeste-Wanderweg entstanden und mit ihm der City-Port. Neben der Geeste-Brücke baute Tränkner die hanseatisch anmutenden Eigentumswohnungen An der Geeste 17. Der Ausbau der Containerterminals wird vorangetrieben. Die Doppelschleuse wird verlängert und verbreitert und ermöglicht größere Schiffe im Fischereihafen zu entladen oder zu bauen.
Am Geestevorhafen bauen Tränker und Kropp die "Weserterrassen".
Die Lloydwerft hat den Auftrag für den Nachbau der Norwegian Sky bekommen.
An der Geesteschleife auf dem ehemaligen Rickmersgelände sollen Stadtvillen gebaut werden.
16. Juli 1999: Die Stadtverordneten sprachen sich am 15.7.99 mit 34:10 Stimmen für den Plan und für die Fortsetzung der Arbeiten an Großprojekt Ocean-Park aus. Nordsee-Zeitung: damit ist nun der Weg frei für eine Rahmenvereinbarung zwischen Stadt, Land, Köllmann Ag und dem Investor KanAm International GmbH.
12. Dezember 2000: Unsere Politiker begreifen nicht, dass der Ocean-Park ein totes Kind ist. Sie könnten nicht erkennen, dass es Zeit ist umzudenken Richtung Auswanderung.
17. Februar 2001: Die Stadtverwaltung treibt die Planung für das Gelände am Alten/Neuen  Hafen weiter voran. Das Ganze wird immer noch "Ocean-Park" genannt, obwohl Bremerhaven nicht am Ocean liegt und dieser Begriff völlig auf gesetzt ist. Köllemann hat sich gott sei`s gelobt, verabschiedet.
Rund um den Neuen Hafen sind verschiedene Lagerhallen und Firmen platt gemacht worden. Firma Rogge mußte umgesiedelt werden.
Zwischenzeitlich hat die Verwaltung eine Planskizze veröffentlicht wie sie sich die Bebauung um den Alten/Neuen Hafen vorstellt. Ganz vergessen hatte man dabei (rein zufällig) ein Gebäude für das Auswanderermuseum einzuplanen.
Ich für meinen Teil möchte, dass Bremerhaven anknüpfend an der eigenen Geschichte und an vorhandenen historischen Gebäuden etwas entwickelt um das Gebiet Alter/Neuer Hafen, das etwas mit unserer Identität zu tun hat. Ich will keinen Blauen Planeten und auch kein XXL-Kino, sondern etwas womit ich mich identifizieren kann, etwas das hier hinpasst.
Von mir aus könnte man z.B. die "United States" in den Neuen Hafen legen. 
20. Juli 2001: Von Köllemann und vom Ocean-Park spricht niemand mehr, nur die Beerdigung wurde vergessen. Zwischenzeitlich verkündet der Magistrat, man habe nun die Planungshoheit zurückgewonnen. Zusammen mit einigen Investoren wird nun neu für das Gebiet AlterHafen/Neuer Hafen geplant. In diesem Zusammenhang wurden ehemalige Auswandererhallen an der Ostseite des Neuen Hafens platt gemacht und zur Zeit redet man so intensiv über die alten Rogge-Hallen sowie das auf dem Gelände befindliche ehemalige Lloyd-Dock, dass wohl bald die Bagger rollen werden.
Nachdem jahrelang von dem gigantischen Ocean-Park-Projekt geträumt und damit Berge versetzt wurden, hat sich nun die Obrigkeit völlig unglaubwürdig gemacht, in dem sie kurzfristig ein Call-Center an der Ostseite des Neuen Hafens zuläßt.
Dafür wird nun unsere "Bürger" schöngemacht. Neugeplastert. Aber die VGB-Busse fahren im Zick-Zack-Kurs auf, durch und über die Bürger. Schieben sich durch die kleine, enge Schleswigerstraße. 
Bleibt nur zu hoffen, dass nicht auch noch Lloyd-Dock und Rogge-Hallen  plattgemacht werden und der Eindruck entsteht, Bremerhaven sei eine geschichts- und identitätslose Stadt. Wir können stolz sein auf unsere Werften- und Stadtgeschichte und müssen uns nicht kleiner machen als wir sind.

21. Juli 2001: Ocean-Park war eine Vision des Herrn Köllemann und vieler Menschen, die sich wirtschaftlichen Fortschritt für unsere Stadt wünschten. Das Gebiet Alter/Neuer Hafen touristisch zu bebauen ist richtig. Es ist auch richtig und überfällig die "Bürger" zu verschönern. Dazu müssen aber konsequent die Busse raus, damit man dann wirklich dort unter Bäumen und in Ruhe sitzen und Kaffee trinken kann.
Bremerhaven braucht nicht nur Tourismus, sondern Industrieansiedlung und Arbeitsplätze für die Jugend. 
Es passiert wirklich in Bremerhaven eine ganze Menge positives. Bremerhaven bewegt sich. Aber die Stimmung in der Bevölkerung spricht immer noch eine ganz andere Sprache.
26. Dezember 2001: Der Ocean-Park ist tot, es lebe die Maritime Erlebniswelt. Auf einer Veranstaltung im Hotel Naber erklärte im November 2001 Ex-Staatsrat Haller, es gehe immer noch um die Frage, ob man einen privaten Betreiber für die zentrale Attraktion des Tourismusprojektes Alter/Neuer Hafen finde. Das Projekt sei  in der Branche nicht mehr gerne gesehen, weil es schon einmal gescheitert sei.
Ende November 2001 berichtet die NZ, es gebe zwei konkurrierende Bewerber. Die Hamburger Firma Petri & Tiemann plane ein Klimahaus, während dagegen die französische Firma Nausicaa auf ein Großaquarium setze. (Wer braucht solch einen Quatsch? P.M.)
Eine Entscheidung solle es im Januar 2002 geben.
Das wirkliche Einzige was mich bisher im Rahmen der Projektplanung Alter/Neuer Hafen überzeugt hat, ist die an der Westseite des Neuen Hafens geplante "Erlebniswelt Auswanderung". Das ist etwas was hierher gehört, mit dem ich mich identifizieren kann, und was auch Touristen aus aller Welt, besonders aus den USA herlockt. Wie gesagt, mir gefällt immer noch die Idee die "United States" nach Bremerhaven zu holen, zu renovieren und dann als Museum und Hotel zu nutzen. Das wäre eine Attraktion mit der sich die Bremerhavener identifizieren könnten. Und es würde Touristen herlocken.
Die Flächen rund um den Neuen aber auch Alten Hafen sind inzwischen von der Bauverwaltung plattgemacht worden, oder frei gemacht worden.



Man sieht und ahnt, dass dort etwas in Planung ist. Allerdings dauert das nun schon wieder solange, dass es nach Unentschlossenheit riecht.
Die "Neue Bürger" gefällt mir. Sie wird auch wohl von der Bürgern gut angenommen. Einige Geschäfte haben dies zum Anlass genommen ihre Aussenfront zu renovieren. Das kommt gut.


Die neue "Bürger" 

Dass die VGB-Busse nun zur Hälfte aus der Bürger heraus sind, ist ein Schritt in die richtige Richtung gewesen, aber eben nur halb.
Blamabel ist, das nachdem man die Toilettenanlage vor der Großen Kirche geschlossen hat, nun nur noch ein Toilettencontainer mit zwei Toiletten für die gesamte Bürger zur Verfügung steht. Und diese Toiletten sind kostenpflichtig. Ab und zu fällt der Münzautomat aus. Sehr peinlich. Und wenig einladend für auswärtige Gäste. Schlicht kleinkariert.
19. Januar 2002: Was die Westseite des Neuen Hafens betrifft gibt es zwei Bewerber, die Angebote machen. Judel & Vrojlik wollen eine Marina bauen, also eine Art Jachthafen- die Idee hätte mir gut gefallen. Heute lese ich in der Nordsee-Zeitung, dass wieder einmal hinter den Kulissen gemunkelt und geschoben wird, und wohl Tränkner & Co. für ihr Angebot einer Wohnbebauung eventuell den Zuschlag bekommen sollen. Sicherlich ist es gut, wenn es gelingt wie z.B. auf dem ehemaligen Rickmersgelände jetzt Kapitänsviertel Stadtvillen zu bauen, und damit auch sich finanziell Besserstehende hier in der Stadt zu halten. Und gegen eine Teilbebauung des Neuen Hafens spricht ja nichts, nur die Art und Weise ist wie Entscheidungen getroffen werden, und wie wenig das der Öffentlichkeit transparent gemacht wird, schreit zum Himmel. Wobei ich die Sportschleuse gerne möchte und auch auch ein paar Sportboote.
Die Stadtverwaltung setzt was die Zukunft Bremerhavens betrifft auf Tourismus. Ich halte das für einseitig und falsch. Die Verantwortlichen der SPD haben in den letzten 30 Jahren sehr wenig bis gar nichts dafür getan, Industrie, große Betriebe, also tausendfach Arbeitsplätze hier anzusiedeln. Wie z.B. die verpennte BMW-Ansiedlung auf der Luneplate. Aber mit und unter CDU tut sich auch nicht mehr. Unfähig, provinziell und damit beschäftigt sich  um Macht zu streiten. 
Ich erwarte, dass Parteien, zuständige Ämter, BIS, sich mit aller Kraft für Industrieansiedlungen im großem Maßstab einsetzen, damit die Menschen in unserer Stadt (besonders die Arbeitslosen) eine Perspektive bekommen, und ganz besonders die Jugend.
27. Januar 2002: Die Plattmacher sind wieder am Werk. Am Alten Hafen wurden in den  letzten Woche einige Gebäude/Schuppen abgerissen u.a. das Gebäude in dem vormals die "Erlebniswelt Auswanderung" untergebracht war. Der Parkplatz Deutsches Schiffahrtsmuseum wurde weiträumig gesperrt. Man könnte glauben, der Bau der Ocean-Parks beginnt. Hier die Fotos dazu:

 

9. Februar 2002 : Seit dem 15. Januar 2002 ist der Parkplatz DSM weggefallen. Es werden 
dort Arbeiten zur Altlasten-Sanierung vorgenommen. Beim Auswandererprojekt an der
der Westseite des Neuen Hafens ziehen SPD und CDU an einem Strang. Dasgleiche
gilt auch für das Modul Wohnungsbau/Marina.
Vor einigen Tagen verkündete die NZ, dass die SPD/CDU-Koalition bis zur Sail 
2005 die touristische Entwicklung im Bereich Alter/Neuer Hafen abgeschlossen
haben will. Die Koalition favorisiert bezüglich Wohnbebauung und Marina die 
Lloyd-Marina, hinter der Städtische Sparkasse und Norbert Tränkner stehen. Geplant
sind 200 Eigentumswohnungen sowie die gleiche Zahl an Bootsliegeplätzen.Noch nicht geklärt ist die Finanzierung der dazugehörigen Sportbootschleuse. Diese soll im Bereich der
früheren Schleuse zur Weser gebaut werden.

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