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Alles wartet auf die "De Da"
Schlepper liegt noch in Rotterdam- Abfahrt nicht vor
dem Wochenende
Überseehäfen (bro). Eigentlich hätte der Schlepper "De Da" schon im
Hafen liegen sollen, aber gestern Nachmittag war das Schiff noch nicht einmal in
Rotterdam abgefahren, um die "Norway" abzuholen. Die Reederei spielt
Katz und Maus, weil sie großes Aufsehen vermeiden will.
Das wird schwer sein. Denn die Stadt hat das einst größte Kreuzfahrtschiff der
Welt in ihr Herz geschlossen. Mehrere Schifffahrtsfans verfolgen deshalb beim
Interdienst AISlive jede Bewegung der "De Da" und auch der "Smitwijs
Rotterdam", die die "Norway" im Sommer 2003 von Miami nach
Bremerhaven geschleppt hat. Auch Jan Hoheisel guckt regelmäßig, ob sich etwas
tut. Er hat mit dem Verein "Kultur am Meer"- einem Zusammenschluss
junger Musiker- für Sonntag eine Abschiedsparty für das Schiff organisiert.
"Und hoffen, dass die "Norway" dann noch an der Kaje liegt",
sagt er. Auf dem Autoumschlagplatz der BLG gegenüber dem Schiff soll ab 17 Uhr
gefeiert werden- mit Bremerhavener Bands, Chören und einer
Nebelhornsymphonie". Und zum Abschluss träumt Hoheisel davon, mit allen
Besuchern das Lied "Muss i denn" anzustimmen. Es soll ein
fröhlicher Abschied für das traditionsreiche Schiff, die frühere
"France" werden.
Fest steht nur, dass der mehrere hundert Meter lange Schleppzug nur bei
Tageslicht Bremerhaven verlassen darf. Diese Auflage haben die Hafen- und
Schifffahrtsbehörden aus Gründen der Sicherheit erlassen. An der "Norway"
lagen gestern zwei Bunkerschiffe, die Treibstoff übergaben. Die Bullaugen der
unteren Decks sind bereits seit Wochen verschraubt.
Gestern Nachmittag wollen die Behörden besprechen, wie der zu erwartende
Andrang am Wochenende im Hafen beherrscht werden kann. Es gibt Meldungen nach
denen das Schleppunternehmen einen Tag benötige, um das Auslaufen
vorzubereiten, andere Experten meinen, ein paar Stunden reichten, die "Norway"
aus dem Hafen zu holen.
Textquelle: Nordsee-Zeitung vom 20. Mai 2005
Foto: Peter Müller