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Bitte bleiben Sie stehen, da gibt`s was zu sehen!
Viele unserer Leserinnen und Leser kennen bestens die
Columbuskaje in Bremerhaven, haben sie sich doch hier zur Kreuzfahrt ein- oder
ausgeschifft (oder beides, zum Beispiel mit der "Maxim Gorki" oder
"Albatros").
Und da es dann meistens ein bisschen hektisch zugeht, die
Reiseunterlagen zum x-ten Male durchgesehen werden oder sehnsüchtig auf das
Gepäck gewartet wird, unterbleibt es, sich umzuschauen. Den vielen Freunden der
großen Passagierschiffe von gestern und heute empfehlen wir, bei der
Ausstellung "Norddeutscher Lloyd, Bremen" (NDL) kurz die Anker
zu werfen.
Es lohnt sich, nicht nur für NDL-Liebhaber. Schöne Fotos,
Ölgemälde und Souvenirstücke gibt es von vielen schwimmenden Berühmtheiten,
die Gäste an der Weser waren und sind. Neben der "Bremen",
"Europa" und "Berlin" unter Lloyd-Flagge beispielsweise
ebenso die "France/Norway", "United States",
"Amerika" oder "Alexander Pushkin".
Initiiert haben diese wirklich schöne Dauer-Ausstellung die drei
Herren Herbert Geisler, Wilhelm Bohling und Friedrich Dammeyer, von denen der
Erstgenannte mit 76 der Jüngste ist.
Herbert Geisler, Friedrich Dammeyer und Wilhelm Bohling
Geisler, von dem viele hervorragende Fotos stammen, zeichnete viele Jahre
für die Passagier- und Gepäckabfertigung an der Columbuskaje verantwortlich.
Dammeyer hat als Marinemaler die berühmten NDL- Schnell-
dampfer lebendig porträtiert, Bohling, der einst als Steward auf der berühmten
"Bremen"- "unter dem legendären Kommodore Ziegenbein Dienst tat,
konnte ihm zu manchen Details Angaben machen.
Immer wenn ein Kreuzfahrer Bremerhaven vertäut liegt, ist
auch die Ausstellung geöffnet. Meistens trifft man dann Herbert Geisler. Und
der freut sich über jeden Besucher, kann Fragen beantworten. Passierschiffe an
der Columbuskaje sind ein Tei meines Lebens sagt er und lächelt, wie wohl nur
einer kann, der an diesem Tun Freude hat.
aus: Das Magazin für Kreuzfahrtschiffe, Fähren & Meer, im 3. Jahrgang, S.
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