Erinnerung an ein Stück Zeitgeschichte
NDL-Gedenkwand im Columbusbahnhof

Foto: Herbert Geisler 8/2002
Lehe. Der Columbusbahnhof hat eine neue Attraktion. Dort wurde am Mittwoch eine
Gedenkwand für den Norddeutschen Lloyd Bremen mit Bildern der Schnelldampfer
"Europa" und "Bremen" sowie der Kommodores Leopold
Ziegenbein, Nicolaus Johnson und Adolf Ahrens enthüllt.
Die Festrede vor etwa 30 Gästen hielt Arnold Kludas, der ehemalige Bibliothekar
des Deutschen Schiffahrtsmuseums. Er hofft, daß die Tradition des Norddeutschen
Lloyd nicht in Vergessenheit gerät. Die Schnelldampfer "Bremen" und
"Europa" waren die ersten beiden, die nach dem ersten Weltkrieg gebaut
wurden. Beide gewannen das "Blaue Band", für die schnellste
Überquerung des Nordatlantiks. Sie waren fünf Jahre lang konkurrenzlos.
Herbert Geisler und Wilhelm Bohling, Foto Peter Müller 8/2002
Die Idee zu dieser Gedenkstätte hatte der Ex-Steward Wilhelm Bohling. Von ihm
wurde die Gedenkwand auch enthüllt, mit Hilfe von Frau Willm, der Tochter des
Kommodore Ahrens und Frau Goebel, der Frau von Kapitän Goebel, der auch
jüngster 1. Offizier der "Bremen" war.
Fertiggestellt wurde die Wand von Herbert Geisler. Er ist bereits seit 50 Jahren
im Hafen beschäftigt. Geisler hat die Vergrößerungen, die Rahmen und den
NDL-Schriftzug gespendet. Er ist der Meinung, daß mit dieser Erinnerungsstätte
ein Stück Zeitgeschichte erhalten werde.

Foto. Herbert Geisler 8/2002
16. Juli 1993
(Quelle: Privatarchiv Wilhelm Bohling, Langen)