Neues Haus für die Lotsen
Neubau für 8,6 Millionen Mark auf der nördlichen
Geestemole- Beginn im Februar oder März
Das alte Lotsenhaus, Foto: Peter Müller 2/2002
Die Lotsen bekommen ein neues Haus. Wenn das Bundesverkehrsministerium in den
nächsten Wochen grünes Licht gibt, kann am 1. April 2002 mit dem Bau begonnen
werden. Geschätzte Kosten: 8,6 Millionen Mark. Der Neubau auf der Geestemole
soll die See- und Flusslotsen ab Herbst 2003 unter einem Dach vereinen.
Der Entwurf des Bremer Architekten Prof. Manfred Schomers sieht einen
zweiflügeligen Bau um einen zentralen Lichthof vor. In beiden
containerförmigen Gebäudeteilen sollen 22 Schlafkammern für die Flusslotsen
sowie Büroräume vor allem für die Seelotsen untergebracht werden. Gekrönt
wird der Bau von der Einsatzzentrale, in der See- und Flusslotsen erstmals
gemeinsam operieren sollen.
Abriss des jetzigen Gebäudes
Als Bauplatz ist der Standort des jetzigen Flusslotsengebäudes auf der
nördlichen Geestemole vorgesehen. "Sobald das Wetter etwas offener ist-
also möglichst im Februar /März-, wollen wir mit dem Abriss des Gebäudes
beginnen", sagt Franz Mödden, Leiter der Bremerhavener Außenstelle für
das Seelotswesen der Wasser - und Schifffahrtsdirektion. Das kurz nach dem
Ersten Weltkrieg errichtete Stationsgebäude weist Risse auf und mußte aus
Sicherheits-
gründen schon einmal vorübergehend evakuiert werden.
Um den Flusslotsen auch während der Bauzeit ein Dach über dem Kopf zu
gewähren, hat die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung den ausrangierten
Lotsendampfer "Kapitän
Hilgendorf" von der Elbe nach Bremerhaven geholt. Zurzeit wartet
das 40 Jahre alte Schiff im Neuen Hafen auf seinen vermutlich letzten Einsatz
unter Bundesflagge.
Die von Professor Manfred Schomers für seinen Entwurf kalkulierten 8,6
Millionen Mark liegen deutlich über den ursprünglich veranschlagten 5,6
Millionen Mark. Der Bau soll komplett aus der so genannten Lotsabgabe finanziert
werden, also aus den Gebühren, die der Bund von den Reedern für das Lotsen
ihrer Schiffe erhebt.
Nordsee-Zeitung vom 28. Dezember 2001