"Kruzenshtern" ex Padua
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"Kruzenstern in Bremerhaven" Foto: Peter Müller, 24. Juli 2002

Die Kiellegung der "Padua" fand am 24. Juni 1925 auf der Tecklenborgwerft in Geestemünde (heute Bremerhaven) statt. Aufgeriggt wurde sie bei Blohm & Voss in Hamburg. Die Indienstellung erfolgte im Jahre 1926.

Das Schiff wurde in Anlehnung des  Schiffsrisses der Pangani von 1902 gebaut. Baunummer S.408.
 
Technische Daten
Bruttoregistertonnen: 3141
Segelfläche: 3400 qm
Länge: 114,5 m
Breite:  14,05 m
Tiefgang:  6,80 m
Höhe Großmast vom Deck: 54,00 m
Höhe Marsplattform: 17,00 m
Höhe Bramplattform: 33,00 m
Hilfsmotor: 2 Diesel je 1000 PS
Tankkapazität Diesel: 700 Tonnen
Tankkapazität Wasser: 900 Tonnen
Tagesverbrauch Diesel: 6 Tonnen
Tagesverbrauch Wasser: 20 Tonnen

Die Padua wurde am 23. Juni 1926 durch Christine Laeisz getauft und ging unter seinem Kapitän Carl Schuhberg am 30. August 1926 auf ihre erste Reise zur Salpeterübernahme in  Talcuhuano/Chile von der sie am 12. Januar 1928 nach Hamburg zurückkehrte.
Die schnellste Reise, die zugleich auch Weltrekord für Rahsegler ist, machte sie Padua 1938/39, von Hamburg nach Chile und Australien zurück nach Hamburg, in 8 Monaten und 23 Tagen unter Kapitän Richard Wendt.
Neben ihren 16 Reisen nach Chile und Australien, wo sie Salpeter oder Weizen transportierte, wurde sie auch zu einer Filmreise von Hamburg über Brest, Lissabon, Madeira, Casablanca und zurück benutzt. Es entstand 1935 der französische Film "Die Meuterei auf der Elsinore" nach Jack London. Ebenso wurder der deutsche Film "Große Freiheit Nr. 7" gedreht. Dieser durfte dann erst nach Kriegsende in den 50er Jahren gezeigt werden.
Zu dieser Zeit wollte noch keiner erahnen, was aus der Padua werden wird. Im Kriegsjahr 1943 bekam die Padua eine Kanone an Bord. Man nahm die Sache sehr ernst als Segelschiff mit Bordkanone, nur mit der Feinderkennung haperte. So schoß man gleich ein deutsches Flugzeug ab und rammte auch ein eigenes U-Boot.
Am 31. Dezember 1945 verließ die Padua Hamburg und wurde von den Schleppern Brunshausen und Fair Play VII nach Kiel geschleppt. Von Kiel ging die Fahrt weiter nach Lübeck und am 11. Januar 1946 macht die Padua in Swinemünde fest.
Am 12. Januar 1946 wurde das Schiff mit Proviant und Inventar an die russischen Behörden übergeben. Am Tage der Übergabe starb Kapitän Jürgen Jürs. Er umrundete Kap Horn 66 mal, davon 50 mal als Kapitän und 4 mal mit der Padua.
Nach der Übergabe an Russland wurde das Schiff nach Kronstadt geschleppt und in den nachfolgenden Jahren rekonstruiert und für das Hydrographische Institut als Hydrographieschiff verwendet. Die jetzige Krusenstern bekam 1964 eine neue Maschine eingebaut und im Jahre 1969 wurde sie zum Ausbildungsschiff für Kadetten umgebaut. Seit dieser Zeit werden an Bord dieses Schiffes der nautische Nachwuchs zu Offizieren herangebildet.
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Reisen zwischen 1926 und 1945:
  24. Juni 1926 Stapellauf bei Joh. C. Tecklenborg, Wesermünde, für F. Laeisz, Hamburg. 30. August 1926 - 24. November Reise von Hamburg nach Quiriquina. Kapitän Carl Schuberg. 4. Januar 1927 - 11. April Reise von Taltal nach Delfzyl mit einer Ladung Nitrat. 16. Juni 1927 - 4. September Reise von Hamburg nach Talcahuano. 18. Oktober 1927 - 12. Januar Reise von Iquique to Hamburg mit einer Ladung Nitrat. 5. April 1928 - 20. Juni Reise von Hamburg nach Talcahuano. Kapitän Hermann Piening. 1. August 1928 - 10. Oktober Reise von Mijillones to Lizard mit einer Ladung Nitrat. 25. November 1928 Reise von Hamburg nach Chile. 13. Februar 1929 - Juni Reise von Taltal nach Hamburg mit einer Ladung Nitrat. 26. Juli 1929 - 5. Oktober 5 Reise von Hamburg to Taltal. 13. November 1929 - 13. Februar Reise von Tocopilla nach Brügge mit einer Ladung Nitrat. 28. Februar 1930 - 16. Mai Reise von Hamburg nach Talcahuano. 8. Juli 1930 - 10. Oktober Reise von Iquique to Delzyl mit einer Ladung Nitrat. 23. Dezember 1939 - 3. März 3 Reise von Hamburg nach Talcahuano via San Antonio, Valparaiso und Taltal in 70 Tagen. Kapitän Robert Clauß. 13. April 1931 - 10. Juli Reise von Taltal nach La Pallice mit einer Ladung Nitrat. 29. Juli 1931 - 13. Oktober Reise von La Pallice nach Taltal. 21. Oktober 1931 - 7. Januar Reise von Taltal nach Santander mit einer Ladung Nitrat. 28. Januar 1932 - 28. Februar Reise von Santander nach Hamburg. 1933 - 1935 Kapitän Jürgen Jürs. 31. Oktober 1933 - 7. Januar Reise von Hamburg to Wallaroo in 68 Tagen. 10. Dezember 1933 Etmal 346 nm. 28. Dezember 1933 Etmal 351 nm. 16. Februar 1934 - 6. Juni Reise von Wallaroo nach Avonmouth mit einer Ladung Korn. 13. Oktober 1934 - 6. Januar Reise von Hamburg nach Port Victoria. 17. Febrary 1935 - 27. Mai Reise von Port Victoria nach Queenstown mit einer Ladung Korn. 23. Januar 1936 - 18. April Reise von Hamburg nach Talcahuano. Kapitän Robert Clauß. 6. Juni 1936 - 1. September Reise von Taltal nach Hamburg mit einer Ladung Nitrat. 30. Oktober 1936 - 31. Dezember Reise von Hamburg nach Corral in 66 Tagen. 16. Februar 1937 - 8. Mai Reise von Iquique nach Hamburg in 80 Tagen mit einer Ladung Nitrat. 27. Mai 1937 - 12. September Reise von Hamburg nach Valparaiso. 4. Oktober 1937 - 4. Januar Reise von Iquique nach Hamburg mit einer Ladung Nitrat. 10. Februar 1938 - 26. Mai Reise von Hamburg nach Valparaiso in 104 Tagen. 24. Juni 1938 - 20. September Reise von Iquique nach Bremen mit einer Ladung Nitrat. 14. Oktober 1938 - 22. Dezember Reise von Bremen nach Corral. 14. Januar 1939 - 8. März Reise von Valparaiso nach Port Lincoln mit einer Ladung Nitrat. Kapitän Richard Wendt. 3. April 1939 - 8. Juli Reise von Port Lincoln nach Glasgow mit aeiner Ladung Korn. 11. Januar 1946
Reise von Hamburg nach Swinemünde über Kiel und Lübeck, wo sie den Russen übergeben wurde.



 

"Krusenstern" 7/2002 in Bremerhaven, Foto: Peter Müller

"Krusenstern" ex "Padua" 7/2002 in Bremerhaven, Foto: Peter Müller

"Krusenstern" ex Padua zur Maritimen Festwoche in Bremerhaven 7/2002
 Foto Peter Müller



Auf Wiedersehen Kruzenstern!, Foto Peter Müller 28.07.2002