Bootswerft vor über 100 Jahren gegründet

Hölzerne Rettungs- und Arbeitsboote stellte Carl Hillmer bei der Gründung seiner Bootswerft im Fischereihafen vor 100 Jahren her. Mittlerweile werden die Rettungsboote aus Kunststoff gefertigt.

Der Traditionsbetrieb wurde im zweiten Weltkrieg vollständig zerstört. An seiner Stelle in der Delphinstraße 5 stand nichts mehr: Nur Trümmer.
Die Söhne von Carl Hillmer Fritz und Theodor führten den Betrieb nach dem Tod des Vaters 1944, weiter. Zunächst wurde behelfsmäßig in einer Baracke gearbeitet. "Wir bauen unsere Boote noch nach der gleichen Methode wie vor fünfzig Jahren, als unser Vater mit zwei Gesellen sein erstes Boot baute", erklärten die Söhne des Gründers vor 50 Jahren.

Bis zu 24 Beschäftigte
Die Bootswerft hatte gut zu tun. Bis zu 24 Mann wurden teilweise beschäftigt. Alte, solide Handarbeit prägt den guten Ruf der Firma. Der Industriemeister Franz Ryngler übernahm das Unternehmen 1968. Die hölzernen Rettungsboote wurden durch Kunststoffrettungsboote und Rettungsinseln abgelöst.

Wartung von Rettungsinseln
Der Betrieb stellte sich um und reparierte fortan Kunststoff-Rettungsboote und führte auch die Wartung von Rettungsinseln durch. 1996 übernahm Marco Ringler den Betrieb von seinem Vater. 1997 verlegte er das Unter-
nehmen zum Seedeich 28, wo 1995 schon eine große Halle gebaut wurde.

Reparaturen in Holz und Kunststoff
Der gelernte Bootsbauer legte 1998 seine Meisterprüfung im Bootsbauer-
handwerk ab und führte Reparaturen in Holz, Kunststoff und Gummi aus, Innenausbauten und Restauration. Der Verkauf von Bootszubehör und das Reparieren von modernen Bauweisen gehört zu den Leistungen von Marc Ryngler.

Elbe-Weser aktuell vom 03. Februar 2001