Nach den Recherchen des Arbeitskreis
Stadtgeschichte befand sich am Querkanal, nach dem die Marine ihre
Aktivitäten in Geestemünde eingestellt hatte, dort noch ein Torpedo-Batterie-Schuppen.
Hier richtete sich 1922 die "Hansa-Werft G.m.b.H" ein. Bei der Anlage handelte
es sich um eine auf Pfählen stehende Holzplattform auf der ein Holzschuppen
verbunden mit einer Slipanlage sich befand. Es wurden noch Arbeitsvorrichtungen
wie Bandsäge, Abrichthobel usw angeschafft und später ein Magazintrakt
zu Kontorräumen ausgebaut. Die Hansa-Werft konzentrierte sich auf
den Neubau und die Reparatur von Gebrauchsbooten, Motorbooten und Segelyachen
sowie auf die Anfertigung von hölzernen Schiffsausrüstungsgegenständen.
Die Inhaber waren Techniker und
Geschäftsleute. Ende 1922 arbeiteten bei der Kleinwerft 15-20 Personen.
Im Rahmen der allgemeinen Schiffbaukrise in den 20er-Jahren mußte
die Werft dann wohl Mitte 1925 ihren Betrieb einstellen.