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Grundmann & Gröschel Hochseefischerei, Geestemünde/Wesermünde/Bremerhaven
(1904-1961)
Gründer der zu den größten Fischereiunternehmungen gehörenden Firma
waren der Kapitän Bernhard Grundmann, Korrespondent-Reeder der Firma A.
Christiansen im Fischereihafen, und der neun Jahre jüngere Ingenieur Ernst
Gröschel, Maschineninspektor bei Christiansen. Der an dieser Firma beteiligte
Kaufmann Heinrich Lehnert, sein Verwandter Fritz Homann, Gründer und Inhaber
eines Margarinewerks in Dissen/Teutoburger Wald, sowie deren Söhne beteiligten
sich an den Dampfern der Hochseefischerei Grundmann & Gröschel, die den
Geschäftsbetrieb am 19.10.1904 mit sechs von der aufgelösten Reederei
Christiansen übernommenen Schiffen eröffnete. Zwei Jahre später waren es neun
Fischdampfer, 1914 schon 18, 1922 und 1928 16. Im Jahre 1918 schied Bernhard
Grundmann aus der Firmenleitung aus.

Fischdampfer B.X.322 „Heinrich Fröhlke“ hat den Krieg heil überstanden
und wurde unter der Reg.Nr. P.G.320 1921
auf der Seebeckwerft gebaut.
Er verstarb am 28.02.1933 im Alter von 83 Jahren. Ernst Gröschel, der
übrigens durch seine Scherze und allerlei Geschichten à la Baron von
Münchhausen das >enfant terrible< unter den Reedern an der Unterweser
war, leitete das Unternehmen weiter; er verstarb am 17.12.1943 im Alter von 84
Jahren. Am 1.11.1937 traten die Söhne Willy, Max und Johannes als
Gesellschafter ein. 1939 wurden 19 Schiffe bereedert.
Nach dem 2. Weltkrieg, der viele Dampferverluste und die weitgehende Zerstörung
des Landbetriebes mit sich brachte, war die Familie Homann aus Dissen
entscheidend am Wiederaufbau des Unternehmens beteiligt.

Vor der Taufe von FD P.G.555 „Max Gundelach“ auf der Seebeckwerft
1940. Auf der Kanzel der Reeder und die Partner

FD B.X.624 „Hans Homann“, gebaut 1953 auf der Unterweserwerft

B.X.614 „Max Gundelach“ , gebaut 1952 auf der Unterweserwerft
1953 übernahm die Hochseefischerei Grundmann & Gröschel, mit Sitz in der
Herweghstraße, die Bereederung der Hochseefischerei Söhle KG. Mit deren
Schiffen betrug die Anzahl der bereederten Fischdampfer elf im Jahre 1954.
Weiterhin wurden die Schiffe der Homann Hochseefischerei GmbH in Bremerhaven,
der Homann KG in Dissen und der Kohlenberg & Putz Seefischerei AG in
Bremerhaven bereedert. 1961 erfolgte ein Flaggenwechsel durch die Fusion mit der
Hochseefischerei Carl Kämpf zur Hochseefischerei Kämpf & Co. KG.
Textquelle: Werner Beckmann, Die Reedereien der Hochsee- und Heringsfischerei in
Bremerhaven, Bremerhaven 2003, S. 101
Fotos: Dieter Gröschel, Bremerhaven