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Ein Seenotkreuzer neuer Art
Fassmer-Neubau kommt Anfang 2003 in Fahrt- Auf Station
in Helgoland
Bremen. Eine deutlich andere äußerliche Form als die bisherigen Seenotkreuzer
wird der Neubau aufweisen, den die Deutsche Gesellschaft zur Rettung
Schiffbrüchiger (DGzRS) mit Hauptsitz in Bremen bei der Fassmer-Werft in Berne/Motzen
an der Unterweser zur Lieferung Anfang 2003 in Auftrag gegeben hat.
Das Hauptmerkmal dieses Neubaus 1910 mit 46 m Länge, 9,8 m Breite und 2,8 m
Tiefgang, ist sein durchlaufendes Hauptdeck mit Hubschrauber-Platz achtern und
einem 80 Quadratmeter großen Mehrzweckraum vorne im Aufbau-Bereich.
Ganz aus Seewasser-beständigem Aluminium wird er durch drei Motoren für 25 bis
28 kn über drei Wellen angetrieben und auch ein Tochterboot mit sich führen.
Der Heckbereich wird nach Art der Delta-Form gestaltet, die das Seeverhalten
positiv beeinflussen soll. Neben modernsten Navigations- und Kommunikations-
Anlagen sind auch ein Bordhospital und Feuerlöschanlagen vorgesehen. Die
Besatzung wird 16 Personen umfassen, von denen acht ständig an Bord sind.
Ersatz für "Wilhelm Kaisen"
Der neue Kreuzer wird den kürzlich umgebauten und modernisierten 44-Meter-
Kreuzer "Wilhelm Kaisen" auf Helgoland für Einsätze in der Deutschen
Bucht ablösen, der nach Sassnitz auf Rügen verlegt wird.
Damit soll dem wachsenden Schiffsverkehr, aber auch dem damit verbundenen
größeren Gefahrenpotential in der Ostsee Rechnung getragen. Gerade in der
nahen, engen Kadett-Rinne ist es in letzter Zeit zu mehreren Unfällen gekommen.
Nordsee-Zeitung vom 28. April 2001