| Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen Unicef sammelt per SMS Spenden für Kinder in den Flutregionen Südostasiens. Spendenwillige können von ihrem Handy eine 2,99 Euro teure SMS mit dem Kennwort «UNICEF» an die Nummer 81190 schicken. 2,65 Euro davon gehen an die Unicef-Nothilfe. |
Dafür haben sie Ihre Patente gegen
Sporthochseeschifferscheine eingetauscht. Loytved fuhr früher auf dem
Bergungsschlepper "Oceanic", zog Schwimmdocks über die Meere, war
auch 1979 bei der Tankerkollision zwischen "Atlantic Express" und
"Agent Captain" im Einsatz. "Ich konnte mir aussuchen, welchen
ich nehme", so Loytved, "der kleinere sah besser aus." Der
kleinere, 204 000 Tonnen, flog dann im Gegensatz zum größeren, 280 000 Tonnen,
auch nicht später in die Luft.
Dittrich, einst Matrose auf Hansa-Dampfern, unter anderem mit Kamelen als
Decksladung, studierte später und wurde Lehrer. Geografie, klar, Biologie und
Englisch: "Hab ja früher schon die Liebesbriefe der restlichen Besatzung
übersetzt." Den Berufs hat er mit Schiffs-Manager Klaus Zisenis (65)
gemeinsam, der gern zur See gefahren wäre, sich es nach dem Abitur doch anders
überlegte.
Jetzt trägt er Farbe ab, beispielsweise am Schornstein, an dem teilweise noch
der überpönte Originalanstrich von 1956 klebt. " Ich habe zwei linke
Hände", sagt er, "aber dafür reicht`s." Donnerstags trifft er
sich mit Käpt`n Dittrich am Kohlenkai im Fischereihafen zum Streichen. Dabei
geht der Käpt`n dann auch schon mal mit dem Pinsel in der Hand auf einem
Ponton längsseits.
Unterdessen planen Endres und Eckel fürs Innere: "Der Generator muss
raus." Klarer Fall, das Schiff muss in Schuss bleiben, ob es nun nach
Weddewarden und Oldenburg geht oder nach Australien und Indochina. Denn alles
andere wäre wider die Seemannsehre. Begleiteffekt laut Endres: "Man
verblödet nicht."
Nordsee-Zeitung vom 13. Oktober 2003
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Foto Peter Müller 2. Januar 2005 mit CanonEOS10D