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Auf den Spuren der USA-Auswanderer
Ausstellung am Alten Hafen eröffnet- Teil der
weltweiten Expo-Projekte
Marlene Dietrich und Justina
Tubbe haben nicht viel gemeinsam: ein Filmstar die eine, Witwe und
alleinerziehende Mutter, die andere. Was verbindet, ist die Emigration- beide
wanderten über Bremerhaven in die Neue Welt aus. Ihre Lebenswege stehen im
Mittelpunkt der Ausstellung "Abenteuer Spurensuche".
Gestern wurde die Geschichtsschau als dezentrales Expo-Projekt offiziell
eröffnet. In einem Schuppen am Alten Hafen können Besucher bis Ende Oktober
/täglich von 9 bis 18 Uhr) die Lebenswege von sieben bekannten und unbekannten
Emigranten verfolgen.
Die Ausstellung ist als erster Baustein für eine große "Erlebniswelt
Auswanderung" vorgesehen, die in den nächsten Jahren realisiert werden
soll. "Ich hoffe, dass diese Ausstellung ein großer Erfolg wird, damit wir
unserer eigentlichen Absicht- der "Erlebniswelt"- bedeutend näher
kommen", sagte der Geschäftsführer der Erlebniswelt Auswanderung
Projektgesellschaft, Dr. Joachim Ditzen-Blanke.
Ein Initiativkreis von 19 Unternehmen hatte den Anstoß zu der Ausstellung
gegeben, weil Bremerhaven nach einer anderthalb Jahrzehnte währenden Diskussion über
das Thema Auswanderermuseum zur Expo mit leeren Händen dazustehen drohte.
"Auswanderer haben keine Lobby", erklärte Professor Dr. Hermann
Schäfer, Direktor des Geschichtsmuseums Haus der Geschichte in Bonn, den
zeitweiligen Stillstand. "Es gibt keinen anderen Ort, der so gute
Vorraussetzungen für eine Ausstellung bietet wie Bremerhaven".
2,5 Millionen Mark stellten die Wirtschaftsförderer für das Projekt zur
Verfügung. Haupsponsor Telekom steckte weitere 400 000 Mark hinein. Betrieben
wird die Ausstellung von der Hamburger Beratungsfirma Wenzel und dem
Kinobetreiber Cinemaxx.
Quelle: Nordsee-Zeitung vom 03.06.2000