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Erlebniswelt: Konkrete Pläne bis Juni
Die Planung der Erlebniswelt Auswanderung nimmt konkrete Formen an. Bis zum
Sommer soll das Konzept für die internationale Tourismus-Attraktion auf dem
Tisch liegen, teilte die Stadt mit. Ein möglicher Betreiber habe Interesse
angemeldet.
Oberbürgermeister Jörg Schulz (SPD) geht davon aus, dass in der ersten
Junihälfte erste Ergebnisse vorgelegt werden. Unerlässlich sei, dass das
Projekt in die Gesamtplanung Alter/Neuer Hafen eingebunden werde.
Dass das Projekt auf einem guten Weg sei, habe die Stadt nicht zuletzt dem
Engagement des Initiativkreises Erlebniswelt Auswanderung zu verdanken, dem 18
Bremerhavener Unternehmen angehören und der umfangreiche Vorarbeiten geleistet
habe. Die Unternehmer sehen ihre selbst gesteckte Aufgabe damit als erfüllt an.
Schulz: "Der Initiativkreis hat einen wichtigen Beitrag zur touristischen
Entwicklung der Stadt geleistet." Die Stadt will das Vorhaben jetzt auf
eine wirtschaftlich tragfähige Grundlage stellen. Ziel: ein Betrieb ohne
Folgenkosten für die öffentliche Hand und eine gesicherte Finanzierung.
"Das Thema Auswanderung wird einen festen Platz in der Entwicklung
Bremerhavens bekommen", sagte Schulz. Keine Stadt Deutschland sei so eng
mit dem Thema verbunden wie Bremerhaven. Mehr als sieben Millionen Menschen
traten zwischen 1830 und 1960 über Bremerhaven den Weg in die Fremde an. Vor
diesem Hintergrund wolle die Seestadt Touristen aus Deutschland, den
Nachbarländern und den USA anlocken, wo heute viele Nachkommen der Auswanderer
lebten.
Nordsee-Zeitung vom 26. Januar 2001