Bremerhaven als Auswandererhafen

Ende des 19. Jahrhunderts hatten Bremen und Bremerhaven sich zum bedeutendsten europäischen Auswanderungshafen entwickelt.
Allein seit 1820 wanderten etwa 7 Millionen Deutsche in andere Länder aus, vorzugsweise in die Vereinigten Staaten.

Auf die allgemeinen Gesichtspunkte der Auswanderung soll in diesem Kontext nicht eingegangen werden. Uns interessiert ausschließlich der regionalgeschichtliche Aspekt der Auswanderung in Bezug auf die Häfen von Bremerhaven.
Erst in den 1820er und 1830er Jahren bemühten sich die Senate in den Hansestädten aktiv darum, den beginnenden Strom der Massen-
auswanderung in ihre Häfen zu lenken, wobei Bremen früher reagierte und zunächst erfolgreicher war als Hamburg.
In Bremen hatten Senat und Kaufmannschaft frühzeitig durch Werbung im Inland und durch Organisation und Überwachung des Auswanderer-
transportes diese Entwicklung geschäftlich zu nutzen verstanden. In den Jahren von der Gründung Bremerhavens 1825 bis zur Gründung des Norddeutschen Lloyd 1857 entwickelte sich der Personenverkehr zur Grundlage der Wirtschaft; neben dem Tabakgeschäft stellte er die ergiebigste Einnahmequelle der Bremer Kaufmannschaft dar.


"Abschied"

Das erste Gesetz zum Schutz der Auswanderer
Die Bremer Verordnung vom 1. Oktober 1832 war die erste staatliche Maßnahme zum Schutze der Auswanderer in Deutschland und trug maßgeblich zur Attraktivität der Stadt als Einschiffungshafen bei. Sie verpflichtete die Beförderer zum Nachweis der Seetüchtigkeit ihrer Schiffe und zur Führung von Passagierlisten; ferner musste Proviant für mindestens 90 Tage mitgenommen werden, obwohl eine reibungslose Überfahrt nicht länger als 60- 70 Tage dauerte. Es war besonders das Verbot der damals üblichen Selbstversorgung der Auswanderer, das die Sterblichkeitsrate im Zwischendeck deutlich senkte und den guten Ruf der Bremer Schiffe begründete. In keinem anderen Hafen erfuhren Auswanderer zu dieser Zeit wirksamen Schutz. Der Bremer Senat, in dessen Reihen die Kaufmannschaft deutlich vertreten war, hatte erkannt, dass die wirtschaftlich wünschenswerte Förderung des Geschäftes mit der Auswanderung am wirksamsten über die gute Behandlung der fortziehenden Menschen zu erreichen war.

Nachweisungsbureau und Wirteverein
Die große Zahl in der Stadt eintreffender Auswanderer führte zu einer Reihe von Problemen, vor allem aber mussten ihre Unterbringung bis zur Abreise und ihre Versorgung mit der notwendigen Ausrüstung für die Überfahrt (Essgeschirr, Matratzen) geregelt werden. Viele versprachen sich ein gutes Geschäft von der Auswanderern. Dies führte zu starker Konkurrenz, die nicht selten mit unfeinen Geschäftsmethoden ausgetragen wurde. Das sogenannte "Litzen"- aggressiv- aufdringliches Werben und Übervorteilung- griff um sich und drohte den  Ruf Bremens und Bremerhavens bei Auswanderern zu schädigen.

Auf Anregung der Handelskammer gründeten deshalb die bremischen Reeder und Expedienten Anfang 1851 das "Nachweisungsbureau für Auswanderer". Als fürsorgerische Einrichtung sollte es die Auswanderer vor Übervorteilung schützen, sowie Rat und Hilfestellungen geben. Die Direktion des Nachweisungsbureaus bestand aus Mitgliedern der Handelskammer, die auch der staatlichen "Behörde für das Auswanderungswesen" angehörten. Es besaß halbamtlichen Charakter, seine Beamten waren vom Staat angestellt und hatten begrenzte staatliche Befugnisse. Die Finanzierung erfolgte aus privaten Mitteln, Reeder und Expedienten hatten sich verpflichtet, für jeden Passagier drei Groten zu zahlen. Es wurden drei Kontore eingerichtet, eins im Schütting, eines am Bahnhof und ein drittes am Altenwall, wo die Weserkähne mit den zu Wasser anreisenden Auswanderern anlegten. In diesen Kontoren konnten sich Auswanderer kostenlose Auskunft über preiswerte Unterbringung, übliche Preise für Ausrüstungen, vertrauenswürdige Geldwechsler und anderes mehr holen.

Eines der Hauptprobleme war die Sicherstellung von preiswerten und hygienischen Mindestanforderungen entsprechenden Unterkünften.

Bremerhaven
Durch die Versandung der Weser war Bremen schon lange keine Hafenstadt mehr. Ein eigener Hafen im tiefen Wasser an der Geestemündung wurde notwendig, um den ständigen Querelen vor allem mit den oldenburgischen Landesherren ein Ende zu setzen. Unter der Federführung von Bürgermeister Johann Smidt erwarb der Senat 1825 Land im Kreis Lehe vom Königreich Hannover. 1827 wurde mit dem Bau der Schleuse und des Hafenbeckens begonnen, am 12. September 1830 lief das erste Schiff, der amerikanische Schoner "Draper" in den neuen "BremerHafen" ein.

Der erhoffte Profit ließ vorerst auf sich warten; erst das Anschwellen des Auswandererstromes ließ Kapitäne trotz der Schleusenkosten dort festmachen. Bremer Senat und die Reedereikaufleute dachten zunächst auch nicht daran, aus dem Bremerhavener Amtshaus und den wenigen Bediensteten-Wohnungen je eine größere Siedlung oder gar Stadt werden zu lassen. Das große Geschäft mit der Schifffahrt sollte in Bremen bleiben. Doch die Einschiffung der Auswanderer und als Nebenprodukt der Schiffbau und die Entwicklung der Zulieferbranchen brachten Bremerhaven Wohlstand und zogen die Siedlung von Handwerkern nach. Die Gemeinde, die 1830 nur 29 Einwohner zählte, wuchs rasch und wurde schließlich 1852 zur Stadtgemeinde erklärt.

Zum Transport von Bremen nach Bremerhaven bestiegen Auswanderer am Martinianleger sogenannte Weserkähne, die eigentlich nur für den Warentransport gedacht waren. Meist übermäßig belegt, weil die Transportkosten zu Lasten der Expedienten gingen, brauchten diese zwei bis drei Tage für die Fahrt. Die ganze Zeit über waren die Reisenden jedem Wind und Wetter ausgesetzt. Ungenügende Verpflegung, schlechte Behandlung seitens der Kahnschiffer und häufig Verzögerungen durch Strandungen machten für die  Auswanderer diesen Teil der Reise zu einer schlimmen Strapaze. Erst die Einführung von Dampfschleppern in den 1850er Jahren und vor allem die Fertigstellung der Eisenbahnverbindung 1862 brachten eine Besserung der Verhältnisse.

Ein weiteres Problem war die Unterbringung der Auswanderer in Bremerhaven. Hunderte Menschen mussten oft tagelang und wochenlang in der kleinen Stadt auf die Abfahrt ihrer Schiffe warten und in dieser Zeit beherbergt und beköstigt werden. Abhilfe schaffte 1849 der Bau des Auswandererhauses. Es bot Unterkunft und Verpflegung auch religiöse Betreuung für Auswanderer und Hafenangestellte. Die Abwicklung des Geschäftes blieb jedoch weiterhin in Bremer Händen.

1857- 1879
Der Zeitraum 1857-1879 war vor allem durch den Übergang von der Segel- zur Dampfschifffahrt gekennzeichnet. Dieser war in Bremen eng mit der Gründung des Norddeutschen Lloyd verknüpft, dessen Aufstieg sich wiederum auf den Auswandererverkehr gründete. Nachdem der Auswandererstrom durch den Ausbruch des amerikanischen Bürgerkrieges (1861-65) zunächst ins Stocken geriet, setzte 1864 mit dem absehbaren Ende des Krieges erneut die massenhafte Abwanderung Deutscher ein. Weder die Gründung des Norddeutschen Bundes 1866 als Vorstufe zur  Reichsgründung, noch die Reichsgründung selbst im Jahre 1871 vermochten diese Menschen in der Heimat zu halten. Erst die 1873 einsetzende Weltwirtschaftskrise, die auch in den Vereinigten Staaten zu einer Depression führte, ließ die Zahlen im Auswanderungsverkehr wieder sinken.

Die Herkunft der Transitwanderer
In den letzten zwei Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts wurde Deutschland in zunehmendem Maße zum Transitland und Bremen zum bedeutendsten Auswandererhafen für Menschen aus Ost- und Südosteuropa. Von 1886-90 kamen bereits weniger als die Hälfte der Auswanderer über  Bremen/Bremerhaven aus Deutschland, nach der Jahrhundertwende stellten sie nur noch einen verschwindenden Anteil. Die Auswanderer kamen vor allem aus den Vielvölkerstaaten Russland und Österreich-Ungarn. Aus Russland wanderten Polen, Juden und Weißrussen aus, aus Österreich-Ungarn kamen galizische Polen und Juden, Tschechen, Slowaken und Kroaten, aber auch Österreicher und Ungarn. Es waren genügend ethische Gruppen, Nationalitäten und Staatsgehörigkeiten, um auch den wohlmeinendsten Beamten zu verwirren. Doch die Behörden hatten in der Regel wenig Interesse daran, die ethische Zugehörigkeit der Auswanderer genau zu registrieren. Detaillierte Zahlen über die regionale Herkunft der Auswanderer über Bremen/Bremerhaven vorzulegen, ist daher fast unmöglich.

Der Aufenthalt in -Bremen
Unterkünfte für die in der Stadt auf ihre Abfahrt wartenden Auswanderer waren oft knapp. Vor allem nichtdeutsche Passagiere wurden dann in Notquartieren wie Tanzsälen, Turnhallen oder leerstehenden Lagerhallen untergebracht, in denen oft völlig unzureichende hygienische Verhältnisse in Kauf genommen wurden. Bei den Aufsichtsbehörden war die Furcht vor dem Ausbruch von Seuchen groß, die Choleraepidemie von 1892 in Hamburg war noch in drohender Erinnerung. Man ging zunächst dazu über, russische  Auswanderer nur in speziellen Gasthöfen unterzubringen, im Amtsjargon "Russenquartiere" genannt. Ab 1907 diente das "Hotel Stadt Warschau" allein zur Unterbringung jüdischer Auswanderer. Ca. 500 Personen konnten dort aufgenommen werden, in der Küche wurde koscher gekocht, und in der eigens eingerichteten Synagoge betreute ein Rabbi des Jüdischen Hilfsvereins die Auswanderer.

Um das Problem der Unterbringung endgültig zu lösen, kamen der Norddeutsche Lloyd und sein Hauptagent Mißler überein, im Stadtteil Findorf Auswandererhallen zu errichten. Sie sollten insbesondere den Ost- und Südosteuropäern ausreichendes und billiges Quartier bieten und außerdem dafür sorgen, dass die fremdartig anmutenden Menschen aus der Bahnhofsumgegend verschwanden, wo sie der obrigkeitlichen Ordnungsvorstellung ein ständiger Dorn im Auge gewesen waren.

1907 wurden die neuen- im Volksmund "Mißler-Hallen" genannten- Quartiere fertiggestellt. Im Hauptgebäude in der Hemmstraße befanden sich die Abfertigungsbüros der Firma Mißler sowie Räumlichkeiten für ca. 460 Personen. Zusammen mit einem weiteren dreistöckigen Gebäude für maximal 772 Personen und acht einstöckigen Hallen für je bis 302 Personen war Platz für insgesamt 3600 Menschen. In jedem Gebäude gab es Wirtschaftsräume und neben großen Schlafsälen auch eine Anzahl kleinerer Zimmer für Familien oder zusammenreisende Gruppen.

Die Abfahrt über Bremerhaven
Seit der Fertigstellung der Eisenbahnverbindung von Bremen nach Bremerhaven im Jahre 1862 sowie der Errichtung eines Telegraphendienstes zwischen den Städten war die per Bahn erreichbare Kailänge ständig erweitert worden. Die Schienen mündeten schließlich in ein Hörn am Schleusenvorhafen (vgl. hierzu Auswanderer-Gepäckhalle am Alten Hafen), so dass ein direktes Umsteigen vom Zug in die Überseedampfer möglich wurde. Dies war zweifellos eine spürbare Erleichterung für die Reisenden; die Wirtschaft Bremerhavens war jedoch im Kern getroffen, da die Unterbringung und Versorgung wartender Auswanderer die bisherige Bedeutung verlor. Bremer Behörden und Kaufleute konnten nun besser als bisher dies Geschäft in ihrer Stadt halten. Da die Expedienten selbst in Zeiten der Überbelegung Bremer Quartieren ihre Passagiere nicht in Bremerhaven unterzubringen versuchten, hatte das dortige Auswandererhaus bereits 1865, nach nur 16 jährigem Bestehen, seine Tore wieder schließen müssen.

1857 wurde der Norddeutsche Lloyd gegründet. Die Aktionäre hatte als Ziel eine regelmäßige Verbindung zwischen Bremen und den USA im Blick, es sollte aber auch die Passagier- und Frachtdampferschifffahrt auf der Weser belebt werden. 1858 wurde die Verbindung nach New York aufgenommen. In den 1860er und 1870er Jahren wurden weitere Linien nach Baltimore, New Orleans und nach Südamerika aufgenommen. Eine ganz wesentliche Einnahmequelle des transatlantischen Passagierverkehrs war die Auswandererbeförderung. Denn bis ins erste Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts fuhren Auswanderer weiterhin meist im Zwischendeck. Das Zwischendeck, nicht die 1. Klasse, machten den Betrieb der Passagierschifffahrt rentabel.

1872 baute der Lloyd ein neues Trockendock in Bremerhaven noch aus eigenen Mitteln. Die Hafenumbauten zu Ende des 19. Jahrhunderts, deren Abschluss die Errichtung des Kaiserdocks 1899 bildete, wurden mit 25 Mio. Reichsmark vom bremischen Staat finanziert, der Lloyd trat als Pächter der Anlagen auf.

Um 1900 beschäftigte der Lloyd 18.400 Personen. Er unterhielt in Bremerhaven neben dem Trockendock Reparaturwerkstätten, einen eigenen Bahnhof mit Wartehalle und Lagerhäuser.

1920- 1945
Freiwillige Auswanderung endete mit dem Ausbruch des II.Weltkrieges. Zwangsverschleppung von Arbeitern in die deutsche Kriegsproduktion und Flüchtlingsströme aus dem Osten des ehemaligen Nazireiches prägten nun das Bild. Hinzu kamen die vielen Deutschen, die nach der Machtergreifung der Faschisten im Ausland um politisches Asyl bitten mussten.

Der Rückgang der Auswanderung
Beginnend Mitte der 1920er und verstärkt mit Beginn der 1930er Jahre nahm die Auswanderung über Europa deutlich ab. Wanderten 1921 noch über 800.000 Menschen in die USA ein, waren es 1930 nur noch knapp 100.000. Bedingt durch die Weltwirtschaftskrise sank die Zahl 1933 auf den Tiefstand von 23.000. Bei der Frage nach den Ursachen für diesen Rückgang müssen eine Reihe von Faktoren berücksichtigt werden. Insbesondere die Bildung von Nationalstaaten in Osteuropa, das verbesserte Arbeitsplatzangebot und ab 1929 die Weltwirtschaftskrise, sowie die Einwanderungsbeschränkungen in den USA führten in ihrem Zusammenwirken zu einem allgemeinen Nachlassen der Auswanderung.

Die jüdische Emigration 1933-1941
Die mit der Machtergreifung der Faschisten einsetzende systematische Ausschaltung der Juden aus allen Lebensbereichen trieb mehr als die Hälfte der 500.000 deutschen Juden zur Auswanderung. Bis zum Auswande-
rungsverbot vom 23.10.1941 hatten sie zumindest formal die Möglichkeit Nazideutschland zu verlassen.

Die meisten seit Jahrhunderten in Deutschland ansässigen Juden betrachteten jedoch den Nationalsozialismus zunächst als eine vorübergehende Erscheinung. Erst im September 1933 wurde die "Reichsvertretung der deutschen Juden" als Notgemeinschaft zur Hilfe und Selbstbehauptung gegründet. Nach Erlass der Nürnberger Gesetze im Herbst 1935 war die vorrangige Aufgabe dieser Institution die Förderung der Auswanderung. Auch der "Hilfsverein der deutschen Juden", bestehend seit 1901, half bei der Auswanderung nach europäischen und überseeischen Ländern und unterstützte insbesondere unbemittelte Auswanderer. Ferner kümmerte sich die Hauptstelle der jüdischen Wandererfürsorge um die Flüchtlinge aus Osteuropa, die nirgendwo gern aufgenommen wurden.

Seitens des Staates wurde die Austreibung/Auswanderung in Verbindung mit der Ausplünderung zunehmend forciert, gleichzeitig aber auch die Reichsfluchtsteuer angehoben und die zur Ausfuhr zugelassene Bargeldsumme reduzierte. 1934 wurde diese von zunächst 10.000 RM auf 2.000 RM herabgesetzt, nur bei Ausreise nach Palästina galt keine Bargeldbegrenzung. Bis 1936 ging daher die Mehrzahl der jüdischen Auswanderer dorthin, erst seit 1937 wurden die USA zum Haupteinwanderungsland. Im Juli 1938 wurden auf der von Roosewelt einberufenen Konferenz in Evian zur Regelung der jüdischen Abwanderung aus Deutschland/Probleme der Einwandereraufnahme und des Transfers und der Freigabe jüdischen Vermögens diskutiert, doch es gelang nicht, die Einwanderungsmöglichkeiten für Juden ihrer Auswanderungsbereitschaft anzupassen.

Nach dem Überfall Hitlerdeutschland auf Polen, konnten nur noch ungefähr 8000 Juden aus Deutschland fliehen; bis 1941 waren 275.000 bis 300.000 von ihnen emigriert und damit der Deportation und dem industriellen Massenmord in den KZs entkommen.

Die Auswanderung nach 1945
Das Wanderungsgeschehen nach der Kapitulation durch Nazideutschland war zunächst geprägt durch die Millionen "entheimatete" Menschen- Zwangsverschleppte, Flüchtlinge, Kriegsgefangene- die aus dem Gebiet des ehemaligen Deutschen Reiches in ihre Heimatländer oder aber in  Aufnahmeländer in Übersee verbracht werden mussten. Bremerhaven wurde für die internationalen Flüchtlingsorganisationen, die diese Rück- und Auswanderung lenkten, Verwaltungssitz und Einschiffungshafen. Mehr als 550.000 "Displaced Persons" fuhren von hier aus ab; die Stadt erhielt noch einmal Bedeutung als Auswandererhafen, aber auch als Nachschubhafen für amerikanische Truppenverbände.


Auswanderer-Denkmal in Bremerhaven/Weserdeich
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Mit obigen Thema befasst sich seit 1985 der Förderverein Deutsches Auswanderermuseum e.V. Der Verein wurde im gleichen Jahr in Bremerhaven gegründet.

Förderverein Deutsches Auswanderermuseum e.V.
Inselstraße 6
27568 Bremerhaven
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Auswanderer-Datenbank
Die Deutsche Auswanderer-Datenbank (DAD) am Historischen Museum  Bremerhaven steht: Seit Anfang 4/2000 können sich die Nachfahren von USA-Emigranten auf die Suche nach dem Großvater oder der Urgroßtante machen. 2,8 Millionen Auswanderer wurden bislang namentlich erfasst, zehn Millionen sollen es einmal sein. Grundlage der Datenbank sind die Ankunftslisten, auf denen die Einwanderer in den USA erfasst wurden.

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Quellenangabe: Bremen und Bremerhaven als Auswandererhäfen, Hrsg: Förderverein Deutsches Auswanderermuseum e.V. Bremerhaven, Bremerhaven 1988
http://istg.rootsweb.com/departures/bremen.html
http://www2.genealogy.net/gene/reg/BRE/
http://www.deutsche-auswanderer-datenbank.de