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Frisch getünchter Gang durchs Gestern
Auswanderer-Ausstellung "Aufbruch in die Fremde"
wieder eröffnet
Foto: Peter Müller, 2/2002
Abgeblätterte Farbe, zerkratzter Boden und abgelöste
Bilder: Die Geschichte der Auswanderung hatte zum Saisonende im vergangenen
Oktober vieles vom Verschleiß erzählt. Die multimediale Ausstellung
"Aufbruch in die Fremde" ist in der Winterpause komplett renoviert und
gestern wieder eröffnet worden.
"Mit der Abnutzung hatten wir gerechnet", sagt Dr. Anja
Benscheidt, stellvertretende Leiterin des Morgenstern-Museums, das die
Auswanderer-
Ausstellung unterhält. "Die abgeschabten Türen wurden neu bemalt, die
verschiedenen Fußbödenbeläge- von Kopfsteinpflaster bis Rasen- repariert, die
großen Fotos, die sich durch die Kälte gelöst hatten, neu aufkaschiert und
neue Schautafeln gehängt."
Rund 10 000 Besucher im Jahr erleben in der Werkhalle am Deich, zu Füßen des
Radarturms, die Hoffnungen und Ängste der nach Amerika Ausgewanderten mit.
Über Infrarot-Kopfhörer ("Auch die gesamte Technik ist überholt
worden") wird der Gast audiovisuell und mehrsprachig an historischen
Ausstellungsstücken entlang durch die Geschichte des hessischen Auswanderers
Johann Möller im Jahre 1854 oder der Galizierin Jadwiga Bachleda im Jahr 1907
geführt. Bis zum 31. Oktober ist "Aufbruch in die Fremde" täglich
zwischen 10 und 18 Uhr zu besichtigen.
Nordsee-Zeitung vom 2. April 2001