Die "Astarte" auf der Windjammer-Parade 1995-Foto: Peter Müller
HF 244 "Astarte"
Die "Astarte" wurde 1903 auf der Werft
von August Albers an der Finkenwerder Südelbe gebaut und zwar für den
Seefischer J.Nikolaus Külper. Als reiner Segler hat die "Astarte" nur
wenige Jahre gefischt. 1912 erhielt sie einen Hilfsmotor. Noch bis 1952 fischte
Külpers Sohn mit der "Astarte" auf der Nordsee, dann hängte er
seinen Beruf an den Nagel.
Der Kutter wurde nach Wilhelmshaven verkauft, wo
er viele Jahre für das Senckenberg-Institut als Fischerei-Forschungsschiff
seinen Dienst tat. 1978 kam die "Astarte" zum Verkauf und wurde als
letztes Schiff von der Schiffergilde Bremerhaven e.V. erworben.
Auf der Lloyd-Werft wurden die dringendsten
Instandsetzungsarbeiten am Rumpf in Angriff durchgeführt und schon im Sommer
segelte die "Astarte"- allerdings noch mit ihrem alten Rigg- mit
Jugendlichen auf der Weser. 1979 wurde die "Astarte" dann auf der
Grundlage alter Pläne des Altonaer Museums in Hamburg, nach Detailzeichnungen
des Hamburger Schriftstellers Hans-Joachim Kaiser und Berechnungen des
Bremerhavener Schiffskonstrukteurs Lothar Onasch in seinen ursprünglichen
Zustand zurückversetzt. Die "Astarte" segelt seit dieser Zeit mit
Jugendlichen auf der Weser und Elbe und in Nord- und Ostsee.
Am 17. Juli 1998 erlitt der Traditionssegler bei
der Kollision mit einer Fahrwassertonne einen schweren Schaden. Der Kutter
verlor seinen Propeller und zog sich am Bug einen zwei Meter langen Riß zu. Das
Schiff mußte vom Seenotrettungskreuzer "Hermann Rudolf Meyer"
in den Geestevorhafen geschleppt werden.
Am 24.10.1998 mußte die "Astarte" nach 20 Jahren
wegen umfangreicher Renovierungsarbeiten in den Hafen. Bis zu 50.000 DM wird die
Reparatur kosten. Die komplette Steuerbordseite oberhalb der Wasserlinie soll
instandgesetzt werden. Eichenplanken und Spanten verlangen eine Generalüberholung.
Im März 2000 erhielt die "Astarte" ein vollständig neues Deck und
auch einen Mast. Insgesamt wurden laut Hennig Goes 270 000 Mark in die Erneuerungsaktion
gesteckt.
| Technische Daten | Finkenwerder Hochseekutter HF 244 "Astarte" |
| Eigner: | Schiffergilde Bremerhaven e.V. |
| Heimathafen: | Bremerhaven |
| Baujahr: | 1903 bei August Albers in Finkenwerder |
| Fischereizeichen: | HF 244 |
| 6 Segel= | 210,2 qm Segelfläche |
| Arbeitssegel: | - Großsegel 76,9 qm - Besan 34,9 qm - Fock 28,9 qm - Klüver 33,3 qm |
| Beisegel: | Großtoppsegel 26,2 qm Besantoppsegel 10,0 qm |
| Bauart: | Eiche auf Eiche |
| Länge: | 17,51m + 7,80 m Klüverbaum= 25,31 m Lüa |
| Breite: | 6,05 m |
| Tiefgang: | 2,50 m |
| Takelung: | Gaffeltakelung, anderthalbmastig |
| Großmast: | 19,50 m |
| Besanmast: | 14,40 m |
| BRT: | 36,84 t |
| Motor: | 150 PS DAF-Diesel |
| ISTA-Segelnummer: | TS G 126 |
| Unterscheidungssignal: | DIRD |
| Sicherheits- und Navigations- Ausrüstung: |
Automatische Schwimmwesten, Lifebelts, Rettungsinseln, GPS, Decca, Sumlog, Echolog, UKW-Telefon, Wetterempfänger |
Quelle: ASTARTE- Finkenwerder Hochseekutter HF 244,
©Tourismus-
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