23.07.10
Gewalt von oben
In den letzten Wochen wurde in der Presse heftig und auch völlig zu Recht diskutiert und kritisiert, dass die Gewalt gegen Polizisten vor allem gegen Streifenpolizisten steigt. Ich erspare mir an dieser Stelle Einzelheit, es ist einfach zu schlimm.
Das mal als Hintergrund.
Heute erfahre ich, dass die Bundesregierung plant mit Hilfe von Verwaltungsreformen und Abwälzen auf die Kommunen die Ausgaben für Arbeitslose zu senken, in dem sie den bankrotten Gemeinden erlaubt oder zumutet, den bezahlten Wohnraum z.B. für alleine stehende Arbeitslose auf 25qm zu reduzieren. Selbst die Wohnungswirtschaft läuft dagegen Sturm.
Für meinen Geschmack ist das auch eine Form staatlicher Gewalt. Es gibt viele andere.
Ich frage mich eben gerade nur, ob nicht die Verschlechterung des gesellschaftlichen Klimas Richtung Verarmung, Verelendung und Verwahrlosung- Der Gegensatz von Arm und Reich wird immer größer-
dazu geführt hat, dass vielen Menschen alles egal ist oder sie haben einen grenzenlosen Hass auf diese Gesellschaft, die sie dann an den Ordnungshüter dieser Gesellschaft auslassen.
Die Gewalt kommt von oben- ein alter linker Spruch. Leider ist etwas dran. Der Staat hat das Gewaltmonopol.
Mit Hartz IV und Agenda 2010 begann es noch einmal.
Ich wundere mich nicht wirklich.
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